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James Last (17. April 1929 in Bremen – 9. Juni 2015 in Florida; eigentlich Hans Last) ist ein deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent.

Nach seiner Ausbildung als Kadett an den Heeresmusikschulen in Frankfurt am Main und Bückeburg spielte er, damals noch als Hans Last, ab 1946 auf Initiative von Hans Günther Oesterreich als Bassist mit seinen Brüdern Werner und Robert im Tanz- und Unterhaltungsorchester von Radio Bremen und im Last-Becker Ensemble. Sein Bruder Werner machte später selbst Karriere unter dem Namen Kai Warner, und sein Bruder Robert Last spielte in der Erstbesetzung der James-Last-Band Schlagzeug. 1955 ging er zum NDR-Orchester nach Hamburg. In den frühen 1950er Jahren gewann Last mehrere Jazzpolls als sehr guter Jazz-Kontrabassist.

1964 erhielt er von Polydor einen eigenen Plattenvertrag. Mit seinem Orchester James Last & His Orchestra – eine durch Streicher und Chor erweiterte Big Band – begann er nun, zum Teil selbstkomponierte, zum Teil umarrangierte Instrumentalstücke aufzunehmen. Sein Repertoire reicht hierbei vom Swing über Pop und Volkslied bis zur Klassik. Mit dem Album “Non Stop Dancing” begann eine Karriere, die ihn zu einem der erfolgreichsten Tonkünstler weltweit machte. Bis heute hat er über 100 Millionen Tonträger verkauft.

Darüber hinaus arbeitete er mit vielen andern Künstlern zusammen, wie Wencke Myhre, Freddy Quinn, Richard Clayderman, René Kollo, Helmut Zacharias, Fettes Brot und andere. Anlässlich des 75. Geburtstages erschien die CD “They call me Hansi” in Zusammenarbeit mit RZA, Jan Delay, Herbert Grönemeyer, Tom Jones, Hayley Westenra, Luciano Pavarotti, Xavier Naidoo, Nina Hagen, Till Brönner und in memoriam Elvis Presley.

Zu seinen erfolgreichsten Eigenkompositionen gehören “Games That Lovers Play”, “Happy Luxemburg” oder auch Titelmelodien deutscher Fernsehserien wie “Der Landarzt” oder “Das Traumschiff” sowie die Erkennungsmelodien zu den erfolgreichen Musiksendungen “ZDF-Hitparade” mit Dieter Thomas Heck und “Starparade” mit Rainer Holbe (beide ZDF), aber auch die Filmmusik deutscher Spielfilme wie “Der Kapitän” (1971) mit Heinz Rühmann oder “Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung” (1968) und “Wenn süß das Mondlicht auf die Hügeln schläft” nach den Erfolgs-Romanen von Eric Malpass. Ein Lied von ihm wurde von Elvis Presley gesungen.
Das Stück “Der einsame Schäfer”, komponiert von Last und aufgeführt durch Gheorghe Zamfir zusammen mit dem James Last Orchester, wurde 25 Jahre nach Entstehung weltbekannt als Filmmusik zu Quentin Tarantinos Spielfilm “Kill Bill Vol. 1” (2003).

James Last gab zahlreiche Tourneen auf allen Kontinenten.

1997 starb seine Frau Waltraud, mit der er 42 Jahre lang verheiratet war. Aus der Depression führten ihn, wie er sagt, der Glaube, seine Musik und seine zweite Frau, die 30 Jahre jüngere Vermögensberaterin Christine Grundner.

James Last lebte zuletzt in Florida. Er ist nach Mitteilung seiner Agentur am 9. Juni 2015 verstorben.

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