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Samantha Fishs musikalische Grundlage war und ist der „Knucklehead Saloon Blues Club“ in ihrer Heimatstadt Kansas City. Nach noch heimlichen Besuchen als Minderjährige verliebte sie sich bald schon in diesen Musikstil und folgte dem Weg moderner Künstler wie Mike Zito und Tab Benoit sowie den gefallenen Helden der 80er wie etwa Stevie Ray Vaughan. „Ich habe mich total in diese Musik verliebt“, sagte sie gegenüber Premier Guitar, „und machte meine Hausaufgaben, indem ich den alten Jungs wie Son House und Skip James zuhörte.“
Bald darauf verwandelt sich die Bewunderung für Bluesmusik in den Wunsch, selbst diese Art Musik zu machen. Bereits mit 18 Jahren hat Samantha dann einen Stil entwickelt, der viel mehr ihren eigenen Sound verkörperte als die üblichen Blues-Licks Note für Note nachzuahmen. Doch zu Hause zu spielen reicht bald nicht mehr aus, und so wurde sie Teil der Kansas City Jam-Runde : eine Ausbildung an vorderster Front, die ihr half, ihre musikalischen Fähigkeiten zu festigen, ihre Bühnenpräsenz verbesserte und ihr die Stärke gab, gelegentliche Zweifel wegen ihres Alters, Haarfarbe und Geschlechts zu übergehen. „Ich habe immer die Idee gehasst, dass die Menschen nur kommen, weil du ein Mädchen bist“, erzählt Samantha. „Doch dann muss man sich so viel mehr beweisen, um sie überzeugen zu können.“
Aber Samantha schaffte es, sie zu überzeugen, und nachdem eine frühe Aufnahme von ihr aus dem Knuckleheads Saloon den Weg zu Labelboss Thomas Ruf fand, hat sich die Laufbahn der jungen Bandleaderin schlagartig geändert. Samanthas erster Einsatz für Ruf Records wurde das Girls With Guitars Album 2011 mit Cassie Taylor und Dani Wilde: ein spektakuläres Album, das in der mittlerweile bereits zur Tradition gewordenen Blues Caravan Tour gipfelte. „Ich verstehe dieses ganze Konkurrenzdenken nicht, schon gar nicht, wenn ich mit den Mädels auf Tour bin“, stellt Samantha klar. Wenn du nur versuchst, besser als jemand anderes zu sein, verlierst du das Wesentliche aus den Augen. Der musikalische Aspekt geht verloren.“
Nachdem ihr Name in der Bluesszene Bekanntheit erlangte, veröffentlichte sie noch im selben Jahr ihr erstes Soloalbum Runaway bei Ruf Records. Mit zehn heißen Songs – von denen ganze neun Originale waren- und die auch damals bereits von Mike Zito produziert wurden, war das ein Debutalbum, das die Größe dieses Newcomertalentes demonstrieren konnte. Auch die internationale Presse lobte es als außergewöhnliches Erstlingswerk und schrieb zahlreiche großartige Kritiken, wobei der Blues Music Award (BMA) 2012 für das „Best New Artist Debut“ doch vermutlich die größte Auszeichnung für Samantha war: „Ich fühle mich wirklich total geehrt und kann es kaum erwarten, die zweite Platte aufzunehmen…“
Mit „Black Wind Howlin‘“ legt Samantha nun nach und veröffentlicht ihr zweites Soloalbum bei Ruf Records.

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