SDP und Adel Tawil interpretieren „Ich will nur dass du weißt“ als Bigband-Version mit dem Capital Dance Orchestra neu, als Vorbote des Albums „JazzDP“.
Aus einer Ballade wird ein Orchesterstück: SDP haben gemeinsam mit Adel Tawil und dem Capital Dance Orchestra ihren Song „Ich will nur dass du weißt“ neu eingespielt. Die Bigband-Version ist seit dem 23. Oktober erhältlich und stammt vom kommenden Album „JazzDP“, das am 20. November erscheint. Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin holen damit den Titel zurück, der 2015 ihren ersten Charterfolg im deutschsprachigen Raum markierte.
Eine Ballade wird zum Bigband-Stück
Die Neuaufnahme verlässt das reduzierte Pop-Rap-Gerüst des Originals und setzt auf ein Bigband-Arrangement mit Orchesterbesetzung. Gerade bei einer Ballade über Liebeskummer verändert das die Gewichtung: Die Melodie, die ursprünglich von der Stimme und einer schlichten Produktion getragen wurde, erhält durch die Bläser und das Zusammenspiel des Capital Dance Orchestra mehr Raum und Dynamik. Adel Tawil, der 2015 schon im Duett zu hören war, singt auch diese Fassung mit und verbindet so Original und Neuinterpretation.
Vom Stadtrand in die Charts
Die Geschichte des Songs beginnt in Berlin. Vincent, Dag und Adel sind alle am West-Berliner Stadtrand aufgewachsen und kannten sich lange, bevor sie gemeinsam im Studio standen. Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin hatten sich laut Eventim schon als Jugendliche in Spandau kennengelernt. Dass aus dieser Konstellation ein Song entstehen würde, der so viele Menschen erreicht, war damals kaum abzusehen.
Text und Musik stammen von Stein und Kopplin, produziert wurde der Titel von Beatzarre, also Vincent Stein selbst, zusammen mit Djorkaeff. Das Original erschien im Juli 2015, stieg am 7. August 2015 in die deutschen Charts ein und erreichte Platz 15. Insgesamt hielt es sich 81 Wochen in den Charts. In Österreich und der Schweiz kam die Single jeweils auf Platz 41.
Diamant-Status und ein Klassiker der Zehnerjahre
Die Wirkung hielt über Jahre an. Im Februar 2026 wurde der Song mit Diamant ausgezeichnet. Berichten zufolge hat er mehr als 1,5 Millionen verkaufte Einheiten erreicht und zählt zu den meistverkauften Singles Deutschlands. Das Original-Video kommt auf YouTube auf rund 85 Millionen Aufrufe. Am 7. Dezember 2018 erschien zudem eine Live-Version aus der Wuhlheide in Berlin unter dem Namen Adel Tawil feat. SDP. Die Bigband-Fassung ist also bereits die dritte Variante eines Titels, der sich offenbar gut neu arrangieren lässt.
„JazzDP“: mehr als ein Best-of
Das Album „JazzDP“ ist laut Label weniger eine Werkschau als eine Weiterentwicklung im Bigband-Format. Vincent und Dag haben ihre bekanntesten Songs gemeinsam mit dem Capital Dance Orchestra neu arrangiert. Dazu kommen neue Stücke und zahlreiche Wegbegleiter als Gäste. Die Arbeit daran dauerte mehr als zwei Jahre. Als Fokustrack gilt „Du hast gehofft“. Zuvor erschienen unter anderem „Die schönsten Tage (JazzDP)“ mit Clueso sowie JazzDP-Versionen von „Mama hat gesagt“ mit Sido und Esther Graf und von „Unikat“. Für den 6. November ist mit „Die Weihnachtsmeckerei“ ein weiterer Song angekündigt.
Der Schritt ins Jazz-Fach passt zur Laufbahn der Band: SDP haben elf Studioalben veröffentlicht, ihre letzte Jubiläumstour zählte über 260.000 Besucher. Das Duo wurde mit der 1LIVE Krone als bester Live-Act ausgezeichnet und war bei „Sing meinen Song“ zu sehen.
Album-Shows in der Uber Arena
Live präsentieren SDP das Album mit Orchester an zwei Abenden in Berlin. Tickets gibt es bei Eventim.
- 4. Dezember 2026, 19:30 Uhr, Uber Arena Berlin
- 5. Dezember 2026, 19:30 Uhr, Uber Arena Berlin
Genres
- Big Band
- Pop Rap
- Jazz
- Pop Deutschsprachig
MISTER MIXMANIA
