Chance the Rapper
Chance the Rapper (Chancelor Bennett) ist ein US-amerikanischer Hip-Hop-Künstler aus Chicago, Illinois.
Bennett zeigte Interesse an der Musik bereits im jungen Alter, und in seinem ersten Jahr an der High School in Chicago Jones Hochschulvorbereitung Gymnasium bildete er die Hip-Hop-Duo Instrumentality, mit einem Freund. Er erwähnte in einem Interview, dass College Dropout war sein erstes Hip-Hop-Album, das er hörte.
In der High School war die Chance Rapper das Kind mit dem Rucksack voller CDs, verteilte sein neustes Mixtape an Klassenkameraden. Chance the Rapper hat die Schule nicht so gerne. Er will viel lieber Musik machen. Als er von seiner High School in 2011 für zehn Tage suspendiert wurde, nahm er vierzehn Beats und antwortete den (seine Ambitionen belächelnden) Lehrern mit einem Mixtape, das er passenderweise “10 Day” nannte. Ein paar gute Rezensionen später wurde aus dem unbekannten Newcomer ein mit Joey Badass und Ab-Soul kollaborierender XXL-Freshman-Kandidat, der jetzt mit “Acid Rap” sein in inzwischen einigen Kreisen heiß erwartetes Sophomore-Werk veröffentlicht.
Schon wieder ein neuer Stern am Himmel blutjunger MC-Talente, im Falle von Chancelor Bennett aus Chicago allerdings ein ganz besonders verstrahlter. Wer mit unfokussiertem Eklektizismus und einer debil schnarrenden Comicfigurenstimme so seine Probleme hat, dürfte mit „Acid Rap“ jedenfalls kaum glücklich werden. Der Rest bekommt bei diesem Mixtape ungefähr das, was draufsteht: Verspulte Beats, drogeninspirierte Singsang-Raps und so mancher Fingerzeig in Richtung Soul, Gospel und vor allem auch Pop. „Cigarettes on cigarettes, my mama think I stank / I got burn holes in my hoodies, all my homies think it’s dank / I miss my cocoa butter kisses…“ heißt es im prägendsten Refrain des Albums irgendwo zwischen Kindheitsverklärung und pubertärer Kiffer-Lyrik. Wäre KanYe West zu Beginn seiner Karriere ein verpeilter Acid Head und nicht schon der geltungssüchtige Geschäftsmann gewesen, als der man ihn heute kennt, vermutlich hätte sein Debüt genau so geklungen. Und allein diese herrlich kuriose Vorstellung macht die wenigen schwächeren Stücke und die relative Abwesenheit von Tiefgang auf „Acid Rap“ bereits locker wieder wett. Nennt es von mir aus den Genie-Faktor, aber vor Chance wird es in diesem Sommer kein Entkommen geben.
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