Pierre Pihl und Max Rohde liefern mit „11/11 AURA“ einen elektronischen Karnevalstrack über die Kölner Nacht: federnder Tech-Rap-Beat, drückender Bass und viele kölsche Bilder.
Seit dem 16. Oktober ist „11/11 AURA“ erschienen, die neue Single des Kölner Duos @47_kö11sch. Der Titel spielt auf den Sessionsauftakt am 11.11. an und zugleich auf die Selbstbewertung „11 von 11 Aura“. Der Track verlegt die Karnevalsparty in den Club und erzählt von einer Nacht, in der Konfetti überall hängt und die Musik noch ein Stück lauter wird.
Eine Nacht zwischen Brüsseler Platz und Aachener Weiher
Der Text bewegt sich durch bekannte Orte der Stadt. Er führt vom Brüsseler Platz zum Aachener Weiher und endet in einer völlig entgleisten WG. Die Botschaft ist klar: Köln braucht keine Urlaubskulisse, um zu feiern, denn die Stadt selbst ist der Dancefloor. Damit setzt der Song auf lokale Identität, ein Merkmal, das im Kölner Karneval seit jeher zentral ist. Neu ist hier die Verpackung, denn sie ist elektronisch und stark vom Clubkontext geprägt.
Sound: federnder Beat, drückender Bass
Musikalisch bleibt das Duo seinem Konzept treu und schärft es nach. Die Grundlage bildet ein federnder Tech-Rap-Beat, also Rap über Club-Elektronik, mit druckvollem Bass im Zentrum. Die Strophen sind gerappt und voller kölscher Bilder. Die Hook ist bewusst direkt und simpel gehalten und auf Mitgrölen ausgelegt, etwa wenn „dat Kölsche von der Decke“ kommt. „11 von 11 Aura“ funktioniert dabei als Selbstbewertung, Schlachtruf und Partykommando in einem. Die Zeile „Nee Mann, dat is kein Karneval“ stellt zudem augenzwinkernd die Frage, wo Karneval aufhört und Clubnacht beginnt. Die Antwort liefert der Song selbst: Vielleicht ist es genau das.
Zwei Szenen, ein Projekt
Hinter @47_kö11sch stehen Pierre Pihl und Max Rohde, zwei Musiker aus unterschiedlichen kölschen Bands. Pihl gehört zu Planschemalöör, einer Surfpop-Band, die laut ihrer Agentur seit April 2018 aktiv ist. Rohde ist Sänger von King Loui, die nach Agenturangaben Pop-Funk „op Kölsch“ spielen. Deren Single „Bliev He“ erschien in der Session 2020/2021 und war auch auf dem Sampler „Karneval der Stars 50“ vertreten. Das gemeinsame Projekt ist dagegen deutlich elektronischer und rappt statt zu singen. In einem Podcast wurde das Duo als kölsches Tech-Rap-Projekt beschrieben, das aus einem Spaßprojekt ernst wurde. Dort wird auch erwähnt, dass die beiden bereits auf der Bühne der Lachenden Kölnarena standen.
Vom Viral-Hit zur Heimatstadt
Der Durchbruch kam mit „11 Jecke (Bei 3 ist hier Karneval)“, das am 16. Januar 2026 bei Universal Music erschien. Zuvor hatte das Duo 2025 bereits die Singles „Kölschesmädche“, „Kölschejung“ und „Zauberelf“ veröffentlicht. Am 10. April 2026 folgte mit „Bei 3 ist hier Malle (11 Jecke)“ ein Ausflug nach Mallorca, entstanden in Zusammenarbeit mit DJ Aaron. Das Video stieg in Kalenderwoche 18/2026 auf Platz 12 der Ballermann Charts und auf Platz 66 der Mallorca Musikvideo Charts ein. Ein Bericht über einen Clipdreh in der Kölner Torburg am Chlodwigplatz beschrieb das Duo im Februar 2026 als noch jung, aber „längst kein Geheimtipp mehr“.
Mit „11/11 AURA“ kehren die beiden nun thematisch in ihre Heimatstadt zurück. Die Single steht für einen Karnevalssound, der elektronisch, frech und basslastig ausfällt und dabei viel Veedel-Attitüde mitbringt. Passend zum Sessionsauftakt am 11.11. liefert sie Material für Clubs, Kneipen und Partys.
Genres
- Techno-Rap
- Karneval
- Deutschrap
MISTER MIXMANIA
