Es existieren zwei Metal Bands mit dem Namen Sabbat:
1. Sabbat ist eine japanische Black-Metal-Gruppe, die 1983 als Evil gegründet wurde (1984 umbenannt in Sabbat) und von Venom sowie Bands der NWoBHM beeinflusst wurde.
Bandgeschichte
Die Band wurde 1983 unter dem Namen „Evil“ gegründet. Die erste Besetzung bestand aus Gezol (Bass), Ozny (Gitarre), Elizaveat (Gitarre), Valvin (Schlagzeug) und Sänger Toshiya. Bereits vorher hatten alle Mitglieder bis auf Ozny schon zusammen in Coverbands gespielt. Haupteinfluss war zu dieser Zeit die New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM). Mit Evil wurde zum ersten Mal eigenes Material geschrieben und eingespielt.
1984 verließ der Sänger die Band und Gezol entschloss sich, zusätzlich zum Bass den Gesang zu übernehmen. Kurz darauf wurde der Bandname in „Sabbat“ umgeändert. Der Musikstil tendierte nun eher in Richtung Venom, die textlichen Inhalte stützten sich auf Satanismus und okkulte Themengebiete. Die ersten Liveshows wurden in der Heimatstadt Kuwana und Umgebung ausgeführt.
1985 erschien die erste, selbstbetitelte Single unter Eigenregie, limitiert auf 300 Exemplare. Gezols Bruder Samm ersetzte Valvin. 1986 verbrachte die Band mit Tourneen durch Japan, ein Festival-Auftritt wurde im japanischen Fernsehen gezeigt. Bei zwei aufeinanderfolgenden Auftritten in Tokyo kam es zu einer ersten bandinternen Krise. Ozny verprügelte am ersten Abend einen Fan, der ihm den Stinkefinger gezeigt hatte. Der Auftritt am nächsten Abend fand ohne den Gitarristen statt, zwei Wochen später trennte man sich von ihm und machte als Trio weiter.
1987 erschien die zweite Single Born by Evil Blood. Nach einem familiären Todesfall entschlossen sich die Brüder Gezol und Samm, nicht mehr live zu spielen. Dies bedeutete zunächst das Ende von Sabbat. Gezol veröffentlichte jedoch bis 1990 mehrere Singles mit älteren Aufnahmen aus der Zeit von 1985 – 1987. Die Erste, Desecration erschien 1988, 1989 die insgesamt vierte namens The Devil’s Sperm Is Cold. Letztere brachte ihnen auf Grund des schlechten Englischs Hohn und Spott der ausländischen Metalpresse.
1989 kehrte die Band nun doch mit einem Liveprogramm zurück, allerdings stieg Samm aus. Mit einem improvisierten Line-Up fand der angestrebte Gig doch noch statt. 1990 folgte der offizielle Reunions-Gig in alter Besetzung. Gezol, Elizaveat und Zorugelion spielten als Trio. Elizaveat hatte sich jedoch entschieden, nicht in die Band zurückzukehren. Er spielte dennoch ein Demo mit ein. Auch auf dem ersten offiziellen Studioalbum Envenom von 1991 spielte er mit. Temis Osmond stieg nach den Aufnahmen ein, für das Album hatte er schon einige Gitarrensoli gespielt. 1991 wurde eine Europatournee in Angriff genommen und erste Vorgespräche mit dem österreichischen Label Lethal Records geführt. Ein Vertrag kam jedoch nicht zustande. Die erste Veröffentlichung im Ausland wurde die MCD Sabbatical Devilucifer im Jahr 1994, alle vorherigen Veröffentlichungen waren nur als Import oder über Tape-Trading erhältlich. Seitdem veröffentlichten Sabbat mehr als 100 Tonträger in unterschiedlichen Formaten. Bekannt ist die streng limitierte Harmageddon-Single-Serie, die an die Assault-Singles von Venom angelehnt sind. [1]
Mit Iron Pegasus ist mittlerweile ein deutscher Vertrieb gefunden. Seit 1999 erscheinen die Veröffentlichungen in beiden Ländern parallel. Befreundet ist Gezol überdies mit der deutschen Band Desaster. Unter dem Namen Metalucifer hat Gezol ein Heavy-Metal-Projekt am Laufen, das sich auf europäischen Metal der alten Schule spezialisiert hat. Es existieren ein japanisches und ein deutsches Line-Up von diesem Projekt.
2005 fand eine Tour durch die Vereinigten Staaten und Kanada statt. 2006 steigt Ishidamien für Temis Osmond ein.
Diskographie (Auswahl)
EPs
1985 Sabbat
1987 Born by Evil Blood
1988 Desecration
1989 The Devil's Sperm is Cold
1990 The Seven Deadly Sins
Alben
1991 Envenom
1992 Evoke
1993 Disembody
1994 Fetishism
1994 Black up Your Soul…
1995 …for Satan and Sacrifice
1995 Live at Blokula
1996 The Dwelling
1999 Sabbatical Rites
1999 Karisma / Charisma (englische und japanische Version)
2000 Satanasword
2003 Karmagmassacre
2004 Mion's Hill – 20th Anniversary Special Release 1984-2004
2004 …to Praise the Sabbatical Queen
2011 Sabbatrinity
Die Auswahl bezieht sich auf die beim Band-eigenen Label Evil Records sowie dem Label Iron Pegasus Records erschienenen Veröffentlichungen.
Und die 2. Band: Sabbat ist eine Thrash-Metal-Band aus Nottingham, England, die 1985 von den Mitgliedern zweier befreundeter Bands gegründet wurde.
Mit dem 1988 erschienen Album History of a Time to Come und dem ein Jahr darauf folgenden Album Dreamweaver (Reflections of Our Yesterdays), bei dem es sich um ein Konzeptalbum handelt, das auf dem Roman The Way of Wyrd von Brian Bates basiert, konnten sich Sabbat zu den wichtigsten Vertretern des britischen Thrash Metal etablieren und wurden zu einem wichtigen Bestandteil, erst in der lokalen Szene, die viele Anhänger fand und schließlich auch global. Charakteristisch für die Band waren der raue Gesang und die heidnischen Texte von Martin Walkyier, sowie ein Songwriting für progressive und gleichzeitig kraftvolle Lieder, die fast ausschließlich von Andy Sneap alleine geschrieben wurden.
Im Gegensatz zu anderen großen Thrash-Metal-Bands wie Metallica oder Slayer waren Sabbat durch die mangelhafte Unterstützung ihrer damaligen Plattenfirma Noise Records kommerziell nie erfolgreich und litten unter einem schlechten Management, das die Bandmitglieder kurz von den Aufnahmen zu Dreamweaver fast zur Auflösung gebracht hätte.
Mit der musikalischen, von Andy Sneap vorangetriebenen Entwicklung von eingängigen, schnellen Klassikern hin zu längeren und melodischeren Liedern kam es im Jahr 1990 zum Bruch zwischen Martin Walkyier und den verbliebenen Mitgliedern. Während Walkyier daraufhin seine textlichen Ideen in seiner neu gegründeten Band Skyclad umsetzte (er nahm mit ihnen bis zum Jahr 2000 zehn Studioalben auf), verschwanden Sabbat schnell von der Bildfläche. Die massiven Veränderungen in der Besetzung mit Richie Desmond als neuen Sänger und ein Stilwechsel in Richtung Power Metal mit belanglosem Songwriting wirkte sich sehr negativ auf die Entwicklung der Band aus. Das Folgealbum Mourning has Broken wurde zu einem Flop, infolgedessen viele Anhänger sich komplett von der Band abwandten. Die Band löste sich schließlich 1992 nach internen Differenzen auf.
Diskografie:
Alben
History of a Time to Come (1988)
Dreamweaver (Reflections of Our Yesterdays) (1989)
Mourning has Broken (1991)
Singles und EPs
Blood for the Blood God (1987) (7″ Flexidisc)
A Cautionary Tale / And the Brave Man Fails (1988) (7″ Flexidisc, zusammen mit der dt. Band Vendetta)
Wildfire / The Best of Enemies (7″ Flexidisc) (1989)
Videos
The End of the Beginning (1990)
Doomsday News III – Thrashing East Live (1990) (Live-Tape, zusammen mit Kreator, Tankard und Coroner)
Demoaufnahmen
Magic in Practice and Theory (1985)
BBC Sessions (1986)
Fragments of a Faith Forgotten (1987)
Stranger than Fiction (1987)
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