Alle Farben ist der Künstlername von Frans Zimmer (* 5. Juni 1985 in Berlin), einem deutschen DJ und Musiker.

Leben & Karriere

Frans Zimmer wuchs mit seinem Bruder Aaron in Berlin-Kreuzberg auf, dem Bezirk, in dem er bis heute lebt und arbeitet. Seine Eltern betreiben einen Altwarenladen. Nach der Oberschule wollte Zimmer zunächst Malerei studieren, scheiterte jedoch an der Aufnahmeprüfung an der Universität der Künste in Berlin. Eineinhalb Jahre machte er eine Ausbildung zum Grafikdesigner an einer Privatschule. Er brach die Ausbildung ab und verdiente in den folgenden Jahren sein Geld mit Gelegenheitsjobs – zuletzt dreieinhalb Jahre als Konditor in einem Berliner Café (Sein Lieblingskuchen ist New York Cheesecake). Zudem verkaufte er in Kneipen selbst gemachte Postkarten und malte Bilder, die er günstig verkaufte oder an Freunde verschenkte. Im September 2009 entschied er sich, nur noch Musik zu machen und nicht mehr nur nebenbei als DJ in Berliner Clubs und Bars zu arbeiten. Inspiriert vom Künstler Friedensreich Hundertwasser nannte er sich zunächst „Hundert Farben“, später änderte er seinen Künstlernamen in „Alle Farben“. Rasch konnte er mit seiner Musik ein immer größeres Publikum begeistern. Bekannt wurde er vor allem über Soundcloud. Im Jahr 2012 gelang ihm der endgültige Durchbruch, als er am 1. Mai beim Electro Swing Club Open Air vor etwa 30.000 Menschen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin spielte. Seitdem ist Frans Zimmer nahezu jedes Wochenende in ganz Deutschland und Europa unterwegs, auch in Tel Aviv hat er schon mehrfach gespielt. Seit 2010 ist Frans Zimmer beim Berliner Label Kallias unter Vertrag.

Im September 2013 kündigte Frans Zimmer via Facebook an, an seinem Debütalbum zu arbeiten. Es heißt Synesthesia und erschien auf dem gleichnamigen, neuen Berliner Imprint Synesthesia am 23. Mai 2014. Zimmer hat eine leichte Form der Synästhesie. Das Albumcover gestaltete der Künstler Ash White. Zwei Lieder des Albums singt der Neuseeländer Graham Candy, der ihm von seinem Gitarristen Philipp Thimm als Sänger vorgeschlagen wurde, die meisten Lieder singt die Dänin Jenny Rossander alias Lydmor, die Zimmer in Utrecht kennenlernte,, ein Lied singt der in Toronto geborene Musiker Sway Clarke II. Ein Lied des Albums ist nach einem von Zimmers Lieblingsbüchern benannt, Metaphysik der Röhren von Amélie Nothomb. Als erste Singleauskopplung erschien am 15. April 2014 She Moves (Far Away) mit Graham Candy. Zimmer bezeichnet die Musikrichtung dieses Liedes als Singer-Songwriter-Folk-Elektro. Für das (erste) Video zur Single wurden Aufnahmen von seinem Auftritt am 1. Mai 2012 auf dem Tempelhofer Feld verwendet. In dem Video sind auch seine Eltern zu sehen, die bei seinem Auftritt in der ersten Reihe tanzten.

— Ergänzung ab 10-2021 (Quelle WMG) —

Frans Zimmer alias Alle Farben ist ein Phänomen: Obwohl er zu den Superstar-DJs und -Producern unserer Zeit gehört, ist er der bodenständigste Typ. Wenn er von seinen Plänen für den nächsten globalen Mega-Hit spricht, tut er dies mit derselben charmanten Unbeschwertheit, wie er in seinem YouTube-Kanal „Alle Farben Kitchen“ sein neues Lieblingsrezept vorstellt. Er liebt es, vor Tausenden von Menschen zu spielen, doch sein persönlicher Sehnsuchtsort ist ein abgelegenes Fleckchen auf der thailändischen Insel Ko Pha-ngan. Er blickt auf sagenhafte 2 Milliarden Streams, 32 Diamant-, Platin- und Goldauszeichnungen von Europa bis Asien, 12 Airplay Top-10-Hits in Europa und vier #1-Hits in Deutschland –­ aber auf die Frage, wie seine Freunde ihn beschreiben würden, tut er sich mit Selbstlob schwer: „Schwer zu sagen, schließlich geht man nicht herum und fragt seine Freunde: ‘Was haltet ihr von mir?’. Aber ich denke, sie würden so etwas sagen wie: Ich bin bescheiden, ich liebe das Leben, ich feiere gerne, aber ich arbeite auch viel. Und manchmal habe ich zu wenig Zeit für sie.”

 

Was kaum verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass Alle Farben in normalen Zeiten mehr als 150 Live-Shows pro Jahr spielt und schon bei Festivals wie Tomorrowland, Lollapalooza, Parookaville und Sziget den Crowds eingeheizt hat, um nur einige zu nennen. Doch selbst die Pandemie hat ihn nicht davon abgehalten, das zu tun, was er liebt: „Ich habe in dieser Zeit extrem viel gelernt. Nicht nur über mich selbst, sondern ich habe auch neue Skills erworben. Ich habe viel gekocht, ich wollte besser werden, ich wollte es professionalisieren. Ich habe viel Musik gemacht, Online Writing Camps abgehalten. Es ist also mega viel passiert, obwohl alles gefühlt stillstand“, berichtet er und fügt hinzu: „Vor allem aber haben wir versucht, über die sozialen Netzwerke und mit Livestreams mit den Fans in Kontakt zu bleiben.”

 

Eine enge Verbindung zu seinen Hörern und Fans hat schon immer eine große Rolle in Alle Farbens künstlerischem Selbstverständnis gespielt, da er selbst ein Musikhörer und Fan war, bevor er sich entschied, es mit dem Auflegen und Produzieren zu versuchen. Geboren am 5. Juni 1985 im Berliner Stadtteil Kreuzberg, wo er auch heute noch lebt, wuchs er in einer Künstlerfamilie auf. Sein Musiker-Bruder weckte seine erste Liebe zur Musik, indem er Mixtapes für Frans‘ Walkman erstellte und ihm Depeche Mode und The Cure näherbrachte. In den frühen 2000ern verbrachte Frans unzählige Stunden in Berliner Plattenläden und durchstöberte die Kisten nach House- und Electro-Sounds, bis er schließlich sein erstes eigenes Mixtape aufnahm, das er bei SoundCloud hochlud.

 

Er nannte sich nun Alle Farben (eine Verbeugung vor dem berühmten österreichischen Maler Friedensreich Hundertwasser) und spielte seine ersten Gigs in der Berliner LGBTQI+-Szene, bevor er sich auf breiterer Ebene zunehmend einen Namen machte. 2014 schließlich landete er mit „She Moves” seinen ersten großen Hit. „Es war eine aufregende, verrückte Zeit”, erinnert sich Alle Farben. Nach etlichen weiteren Hits („Supergirl”, „Bad Ideas”, „Please Tell Rosie”, „Fading”, „Only Thing We Know”, „Little Hollywood”, um nur einige zu nennen), Superstar-Kollaborationen mit Robin Schulz, James Blunt, Steve Aoki und Icona Pop sowie Remixen für Marshmello, Khalid, Martin Garrix und Little Mix ist er nun nach seinem Signing bei Warner Music Germany bereit, das nächste Kapitel seiner bahnbrechenden Karriere aufzuschlagen.

 

„Musikalisch bin ich irgendwo bei meinen Wurzeln geblieben, aber ich habe weniger organischen Sound dabei“, sagt er über seine kommenden Studio-Produktionen. „Die Trompete hört man immer noch raus, es ist immer noch tanzbar, elektronisch und ich will immer noch ein Sommerfeeling in dein Herz bringen. Und ich habe immer wieder besondere Stimmen dabei, das macht meinen Sound und meine Musik aus.“ Alle Farben ist ein Menschenfreund im besten Sinne, weshalb Reisen und das Knüpfen neuer Kontakte zu seinen größten Inspirationen gehören. Das und seine eigene blühende Fantasie – schließlich nennt er sich nicht umsonst Alle Farben.

 

„Wenn ich an einem Song arbeite, stelle ich mir immer vor: wo hört man diesen Song? Und die ideale Situation dafür ist: In einem Cabrio, du fliegst an den Feldern vorbei, der Wind weht durch dein Haar und die Sonne scheint dir ins Gesicht.“ Wer würde ihm bei dieser Spritztour nicht liebend gern Gesellschaft leisten?

Diskografie
Alben

2014: Synesthesia (Synesthesia)

Singles

2009: Tanzinteresse
2012: Danse/Pulp EP (Kallias Music)
2012: Galant EP (Kallias Music)
2012: Roundabout EP (Der Turnbeutel)
2012: Sailorman EP (Kallias Music)
2012: Alle Farben meets Rainer Weichhold EP (Kallias Music)
2012: Sailorman – The Remixes EP (Kallias Music)
2013: Tempelhof (Kallias Music)
2014: She Moves (Far Away) (featuring Graham Candy) (Synesthesia)
2014: Sometimes (featuring Graham Candy) (Synesthesia)

Remixes

2011: Rene Bourgeois – Tico (Alle Farben Remix) (Supdub Records)
2011: Lizzara & Tatsch – Trompa (Alle Farben Remix) (Ostfunk Records)
2012: T.Y.P. – D.I.S.C.O. (Alle Farben Remix) (Polydor / Universal France)
2012: Drauf & Dran – Elise (Alle Farben Remix) (Stylerockets)
2012: Flapjacks – Mister Sandman (Alle Farben Remix) (Stylerockets)
2012: Shemian – Classical Symphony (Alle Farben Remix) (Wired UK)
2012: K-Paul – Out of Control (Alle Farben Remix) (Music is Music)
2012: Ron Flatter – Herr Lonnert (Alle Farben Remix) (Pour La Vie)
2012: Dimitri Andreas – Eida (Alle Farben Remix) (Gold Records)
2013: Ben Ivory – Better Love (Alle Farben Remix) (bitclap!/Warner Music Germany)
2013: Blitzkids mvt. – Heart on the Line (Alle Farben Dub Remix) (bitclap!/Warner Music Germany)
2013: Tagträumer – The Only Thing in This World (Alle Farben Remix) (Neopren)
2013: Alice Francis – Gangsterlove (Alle Farben Remix) (ChinChin Records)
2013: Boss Axis – Challenger (Alle Farben Remix) (Parquet Recordings)
2013: Parov Stelar – The Snake (Alle Farben Remix) (Island Records / Universal Music Germany)
2013: Romeofoxtrott – Memories (Alle Farben Remix) (Hunting For Emotion)
2013: Elias – Kaputt (Alle Farben Remix) (Island Records / Universal Music Germany)
2013: Daughter – Youth (Alle Farben Remix)
2014: Bebetta – Herr Kapellmeister (Alle Farben Remix) (Damm Records)
2014: Irie Révoltés – Residanse (Alle Farben Remix) (ferryhouse productions)
2014: Berlin Comedian Harmonists – Hallo, was machst du heut’, Daisy? (Alle Farben Remix) (Deutsche Grammophon)
2014: Goldfish – Moonwalk Away (Alle Farben Remix)

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