Grant Green (*6. Juni 1935 in St. Louis, Missouri; † 31. Januar 1979 in New York, USA) war ein amerikanischer Jazzgitarrist und Komponist.

Green trat bereits mit 13 Jahren als Musiker auf. In jungen Jahren wurde er durch die Musik von Charlie Christian und Charlie Parker beeinflusst. Nachdem er zunächst Boogie-Woogie spielte, wechselte er zum Jazz. Seine erste Aufnahme in St. Louis nahm er mit dem Tenorsaxophonisten Jimmie Forrest auf. Der Schlagzeuger der Band war der Elvin Jones, der später mit John Coltrane berühmt wurde. Schließlich wurde er von Lou Donaldson entdeckt, als er in einer Bar in St. Louis spielte. Nachdem er mit Donaldson auf Tournee ging, kam er ca. 1960 nach New York.

Durch Donaldson wurde er mit Alfred Lion von Blue Note Records bekannt gemacht. Lion war von Grant so beeindruckt, dass er ihn direkt als Bandleader engagierte. Diese Beziehung hielt, bis auf wenige Ausnahmen, über die gesamten sechziger Jahre. Zwischen 1960 und 1965 nahm er bei Blue Note als Leader oder Bandmitglied mehr Platten auf als irgendjemand sonst. Sein erstes Album als Bandleader war „Grant´s First Stand“. Er spielte mit vielen Jazzgrößen, wie z.B. Hank Mobley, Ike Quebec, Stanley Turrentine und Harold Vick sowie Larry Young. Grant wurde als Bester Newcomer von Down Beat im Jahre 1962 gewählt.

Im Jahre 1966 verließ Grant Blue Note um Platten für verschiedene andere Label, darunter Verve Records, aufzunehmen. Zwischen 1967 und 1969 nahm er auf Grund persönlicher Probleme und den Begleiterscheinungen seiner Heroinsucht keine Platten auf.

1969 kam er zurück auf die Bühne mit einer mehr Funk-orientierten Band. In diese Periode fiel auch der kommerzielle Erfolg „Green is Beautiful“ und der Soundtrack zum Film „The Final Comedown“. Grant verließ Blue Note abermals im Jahre 1974, um mehr kommerzielle Projekte zu verfolgen.

Das Jahr 1978 verbrachte Grant zum größten Teil im Krankenhaus und gegen den Rat seiner Ärzte ging er wieder auf Tournee. In New York spielte er mit George Benson. Grant starb am 31. Januar 1979 an einem Herzinfarkt. Er wurde in seinem Heimatort St. Louis begraben und hinterließ sechs Kinder.

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