Kate Bush (* 30. Juli 1958 in Bexleyheath, Kent, England; eigentlich Catherine Bush) ist eine englische Sängerin, Pianistin und Songwriterin.

Kate Bush wurde 1975 von David Gilmour, dem Gitarristen von Pink Floyd, entdeckt und der EMI vorgestellt. Dort erschien 1978 ihr Debütalbum The Kick Inside, das nach wie vor als eines ihrer besten Alben gilt und ihren Single-Hit Wuthering Heights beinhaltet. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie 1978 in der ARD-Sendung “Bios Bahnhof”, und ihre einzige Tournee fand im Jahr 1979 statt.

Ihr größter kommerzieller Erfolg ist bis heute das Album Hounds of Love mit den Titeln Running Up That Hill und Hounds Of Love. Ihr neuestes Album Aerial erschien nach langer Wartezeit und vielen Verzögerungen Anfang November 2005; ihm voraus ging im Oktober desselben Jahres die erste Single-Auskopplung King Of The Mountain.

Ihre Themen schöpft sie aus der Gefühlswelt des Menschen, in Text und Musik beschreibt sie u.a. Geschwisterliebe (The Kick Inside), Vereinsamung (Deeper Understanding) oder Zärtlichkeit und Erotik (The Sensual World), das Leben nach einem Atomkrieg (Breathing), das Fliegen eines Papierdrachens (Kite) oder die Faszination der Zahl Pi. Dabei verarbeitet sie häufig auch Stoffe aus der Literatur sowie aus Filmen, so etwa dem Roman “Wuthering Heights” (deutsch: Sturmhöhe) von Emily Brontë, dem Werk von Psychoanalytiker Wilhelm Reich, aber auch gesellschaftliche und politische Motive sowie menschliche Konflikte.

Kate Bush hat einen eigenen Stil entwickelt, der Einflüsse aus klassischer Musik, Art Rock bzw. Prog Rock, Glam Rock, Jazz sowie verschiedenen ethnischen Quellen – insbesondere irisch-keltischer sowie südosteuropäischer Herkunft – erkennen und sich nur schwer einordnen lässt. Dennoch wurden ihre Werke in den 80er Jahren teilweise dem damaligen New Wave beziehungsweise der New Romantic Welle zugeordnet.

Oft kommen bei Kate Bush ungewöhnliche Instrumente (z.B. Didgeridoo, Balalaika, Clavichord) oder Stimmen zum Einsatz (das Trio Bulgarka auf ihren Alben The Sensual World und The Red Shoes). Sie war eine der ersten Künstlerinnen, die Samples in der Pop-Musik einsetzte. Die Künstlerin singt nicht nur, sondern schreibt auch ihre Songs selbst, spielt Klavier und Synthesizer sowie Violine und (auf einem Song) Gitarre, produziert ihre Alben und führte bei einem Großteil ihrer Videos Regie.

Kate Bushs Stimme ist ein meist hoher, schlanker Sopran, eine Verwandtschaft mit dem Falsett-Gesang von Jon Anderson (Sänger bei Yes) ist herauszuhören.
Ein weiterer interessanter und leider recht unbekannter Aspekt ihrer Stimme ist ihre enorme Varianz. Kate Bush's Stimme umfasst vier Oktaven, was ein extrem seltener Wert ist.

Neben ihrer Vorliebe für ausgefallene Kostüme hat sie für ihre Live-Auftritte eine Form der Verschmelzung von Gesang, Tanz und Musik gefunden, was ihr bei manchen Auftritten nicht nur Freunde machte. Außerdem drehte sie den Musik-Märchenfilm “The Line, the Cross & the Curve”, angeregt durch den Filmklassiker “The Red Shoes”. Im Jahr 2001 erhielt sie den Best Classic Songwriter Award des englischen Musikmagazins Q, und 2002 wurde sie mit dem Ivor Novello Award für ihren herausragenden Beitrag zur britischen Musik ausgezeichnet. Kate Bush lebt mit ihrem Partner und Gitarristen Danny McIntosh (in den 70er Jahren bei der britischen Rock-Band Bandit) und dem gemeinsamen Sohn Albert (*1998, meist Bertie genannt) in Großbritannien in der Nähe von London.

Siehe auch ihre offizielle Homepage für mehr Infos: http://www.katebush.com

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