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RONNIE WOOD

Ron “Ronnie” Wood erblickte am 1. Junie 1947 in Hillingdon, London das Licht der Welt. Er ist ein britischer Rockmusiker, der als Mitglied der Faces, der Jeff Beck Group und seit 1975 der Rolling Stones bekannt ist. Er spielt Gitarre und E-Bass.

Geboren als Sohn einer armen Roma-Familie am westlichen Stadtrand von London, fand seine Kindheit auf Schleppkähnen und in Sozialbau-Siedlungen statt. Als der junge Ronnie sein Talent, seine enorme Musikalität als Berufung entdeckte, waren in seinen Kreisen nicht nur Drinks, sondern auch Drogen das Normale. Marihuana, Kokain, Heroin – glücklicherweise habe ich mir aber keine Spritzen gegeben. Das hat mich wohl gerettet, sagte er der liberalen Zeitung The Independent. Viele meiner Freunde sind so kaputtgegangen.

Ronnie Wood begann seine Karriere als Musiker in den 1960-Jahren als Mitglied der Band The Creation. Später spielte er mit der Band The Birds und der Jeff Beck Group. Nachdem diese sich 1969 auflöste, trat er zusammen mit Rod Stewart, der auch Mitglied der Jeff Beck Group war, den Small Faces bei. Diese Band benannte sich nach dem Weggang von Gründungsmitglied Steve Marriott in The Faces um. Die Faces trennten sich 1975. Bei den Faces bildete Ronnie Wood zusammen mit Rod Stewart ein ähnliches Duo wie Mick Jagger und Keith Richards bei den Rolling Stones. Er schrieb viele Stücke der Faces und war auch an den ersten Solo-Alben von Rod Stewart als Gitarrist beteiligt.

Ronnie Wood als Rolling Stone
Als die Stones einen Nachfolger für den im Dezember 1974 ausgeschiedenen Mick Taylor suchten, erinnerten sie sich an Ronnie, den Mick und Keith bereits bei seinem Solo-Album unterstützen und der am Stones-Song It's only Rock and Roll beteiligt war. Im April 1975 wurde seitens des Managements verkündet, dass Ronnie die Stones vorübergehend als Gitarrist auf der vom 1. Juni bis 8. August 1975 andauernden Tournee durch die Vereinigten Staaten von Amerika begleiten wird. Ende des Jahres 1975 wurde er festes Mitglied der Band (vollwertiges Mitglied, also inklusive der entsprechenden Gewinnbeteiligungen am Unternehmen, wurde er jedoch erst im Jahre 1993). Das erste Stones-Album, auf dem er zu hören ist, war Black and Blue (1976).

Während der Rolling Stones-Konzerte 1976 (dokumentiert auf dem Album “Love you live”) hinterließ er nach Ansicht des Managements durchaus einen positiven Eindruck. Auch zum Gelingen des Albums Some Girls trug er bei.

Behindert durch seine jahrelange Alkoholsucht war er jedoch außerstande, eine gefestigte Leadgitarrenposition, wie sie zuvor Mick Taylor hatte, einzunehmen. Diesen Part übernahm im Laufe der Jahre häufiger Keith Richards, der im Prinzip nie wirklich für die Rolle des Leadgitaristen vorgesehen war; galt er doch eher als Human Riff.

So blieb Ron Woods Rolle bei den Rolling Stones die eines Rock-Gitarristen mit gelegentlichen – und auch recht ansprechenden – Einlagen an der Slide- und Pedal Steel-Gitarre. Außerdem sorgte er als Schlichter und Vermittler zwischen den zeitweiligen Streithähnen Mick Jagger und Keith Richards für Entspannung innerhalb der Band.

Ähnlich wie Mick Taylor wird Ron Wood bei einigen Rolling Stones-Fans nicht wirklich als echtes Stones-Mitglied angesehen, obwohl er inzwischen weitaus länger bei der Band ist als seine beiden Vorgänger (Brian Jones bzw. Mick Taylor) zusammen.

Anzumerken sind seine musikalischen Mitwirkungen an diversen Projekten, wie sein Auftritt in dem Konzertfilm “The Last Waltz” von Regisseur Martin Scorsese sowie eine Performance zum 50-jährigen Geburtstagsevent für Bob Dylan im New Yorker Madison Square Garden. Anlässlich des von Bob Geldof 1985 initiierten Live Aid-Konzerts zu Gunsten der Hungerhilfe für Afrika begleitete er, zusammen mit Keith Richards, Bob Dylan auf der Bühne in Philadelphia. Erneut mit Bob Dylan trat er 1996 im Londoner Hyde Park während der Wohltätigkeitsveranstaltung “Prince Trust” auf. Hin und wieder begleitet er seinen alten musikalischem Weggefährten Rod Stewart, so ist er z. B. auf dessen Unplugged and seated vom 5. Februar 1993 mit von der Partie.

Da das Songwriting bei den Rolling Stones Mick und Keith inne haben, veröffentlichte Ron Wood diverse Soloalben, darunter das Album Slide on This.

Ronnie Wood ist auch ein talentierter Maler. Seine Bilder, die meist Mitglieder der Rolling Stones zeigen, wurden auf diversen Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert.

Ron Woods erste Ehefrau Krissy, ein ehemaliges Modell, mit der er von 1971 bis 1978 verheiratet war, starb am 11. Juni 2005 im Alter von 57 Jahren in London. Als Todesursache wird eine Überdosis Valium angenommen. Seit 1985 ist Ron Wood mit dem Exmodel Jo Howard verheiratet. Das Paar hat vier Kinder: Leah, Jesse, Jamie und Tyrone.

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