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Ultravox ist eine 1974 in London, UK gegründete britische Band, zunächst um Sänger John Foxx, der später von Midge Ure abgelöst wurde. Sie gehörte zu den erfolgreichsten und stilbildensten Bands der New Wave / New Romantic -Bewegung.

Bandgeschichte

Die frühe Phase mit John Foxx

Ultravox in der Urbesetzung bestand aus John Foxx (Gesang, Keyboards), Chris Cross (Bass), Billy Currie (Keyboards), Steve Shears (Gitarre) und Warren Cann (Drums). In den Jahren 1977/78 veröffentlichte das Quintett 3 Alben („Ha! Ha! Ha!“, „Ultravox“, „Systems of Romance“), der kommerzielle Durchbruch blieb jedoch aus, so dass Foxx und Shears ausstiegen. John Foxx widmete sich daraufhin seiner erfolgreichen Solokarriere.

Kommerzieller Durchbruch mit Sänger Midge Ure

1978 gründete Midge Ure, der sich zuvor in verschiedenen Bands (Slik, Thin Lizzy) bereits mit passablem Erfolg verdingte, zusammen mit Steve Strange und DJ Rusty Egan die Band Visage. Auf der Suche nach weiteren Musikern stießen sie auf Ultravox-Keyboarder Billy Currie, der daraufhin Visage-Mitglied wurde und umgekehrt Midge Ure einlud, die vakante Position des Ultravox-Sängers zu übernehmen.

Midge Ure drückte der Band mit seiner markanten Stimme und seinem Songwriting in der Folgezeit seinen Stempel auf und führte die Band zu den erhofften Charterfolgen.

Für die Musiker begann eine äußerst produktive Phase: 1980 erschienen sowohl das Visage-Debütalbum als auch das erste Ultravox-Album in der neuen Besetzung. Die Visage-Single „Fade to Grey” wurde im November 1980 ein weltweiter Club-Hit und stieg in 21 Ländern auf die Chartposition Nr. 1 (darunter 7 Wochen Platz 1 in Deutschland). Im Januar 1981 wurde das Titelstück aus der Ultravox-LP „Vienna“ als dritte Single ausgekoppelt und schoß in den britischen Charts ebenfalls auf Platz 2.

Innerhalb von 4 Jahren wurden 4 Ultravox-Alben und 2 Visage-Alben veröffentlicht, inkl. diverser Single-Auskopplungen. 1982 brachte Ure mit „No Regrets“ zudem noch seine erste Solo-Single heraus, die ebenfalls ein Top-10 Hit wurde. Bis 1984 gehörten Ultravox zu den erfolgreichsten und stilbildensten Bands der New Wave/New Romantic Welle und wurden mit Bands wie Depeche Mode und The Cure in einem Atemzug genannt. „Hymn“ und „Dancing With Tears in My Eyes“ wurden weltweite Hits. „Hymn“ gehört zu einem der meist gecoverten Songs im heutigen Power Metal. Bands wie Edguy oder Lunatica entdeckten den Song auch für sich. Freedom Call wandelten den Song leicht ab.

1985 machten Ultravox eine kurze Pause, die mit einer Greatest-Hits-LP überbrückt wurde. Midge Ure schrieb mit Bob Geldof dem Band-Aid-Projekt „Do They Know It’s Christmas“ auf den Leib, weltweit einer der erfolgreichsten Popsongs überhaupt. Ferner erstellte er seine erste Solo-LP „The Gift“ und hatte mit den Singles „If I Was“, „Wasteland“ und „That Certain Smile“ weiteren kommerziellen Erfolg.

1986 erschien die von Conny Plank produzierte LP „U-Vox“ mit dem Versuch, im Angesicht der abgeebbten New-Wave-Welle die Band musikalisch weiterzuentwickeln. Der Versuch scheiterte, „U-Vox“ wurde ein kommerzieller Flop und Ultravox lösten sich auf. Ure machte in der Folgezeit als Solokünstler weiter und landete mit „Breathe“ 1995 einen weiteren Hit, konnte aber im Großen und Ganzen nicht mehr an seine Erfolge der Jahre 1980-85 anknüpfen.

Neuauflage der Band um Billy Currie

Billy Currie reaktivierte ab 1992 den Namen Ultravox mit ansonsten wechselnden Bandmitgliedern, zunächst mit einer Neuversion des alten Hits “Vienna”. Es folgte 1993 die in Co-Operation mit Tony Fenelle eingespielte LP “Revelation”, die bis auf den Gruppennamen nun musikalisch und vom Sound her nichts mehr mit Ultravox gemeinsam hatte und eher seichten Popschlager beinhaltet.

1994 erschien dann “Ingenuity” – wieder mit neuem Lineup. Sänger Sam Blue versuchte in einigen Passagen an den Gesangsstil von Midge Ure zu erinnern, auch der Sound und zumindest einige Songs wiesen Referenzen zur 80s-Phase der Band auf und führten dazu, dass es ein halbwegs akzeptables Album auch für U-Vox Fans wurde.

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