Youn Sun Nah (* 28. August 1969 in Seoul) ist eine südkoreanische Jazzmusikerin und Songschreiberin. Sie singt unter anderem auf Koreanisch und Englisch.

Werdegang

Sie wuchs als Tochter eines Dirigenten und einer klassischen Sängerin auf. Mit 23 Jahren debütierte sie als Sängerin bei einem Konzert mit dem Koreanischen Sinfonieorchester. Daran schlossen sich auf nationaler Ebene zahlreiche Auftritte in koreanischen Musicals an, für die sie mehrere Auszeichnungen erhielt. Unter anderem wirkte sie in der koreanischen Fassung des Musicals Linie 1 mit. April 2011 wurd sie ins Berliner Grips-Theater eingeladen.

Obwohl Youn Sun Nahs Wurzeln im Musical-Fach liegen, wurden ihr die Grenzen dieser sehr schnelllebigen, kommerziellen Szene zu eng. So entschloss sie sich 1995, nach Paris zu gehen, um dort an der CIM, einer der ältesten Jazzschulen Europas, Jazz und französisches Chanson zu studieren. Darüber hinaus besuchte sie das Staatliche Musikinstitut in Beauvais sowie das Boulanger-Konservatorium. Als Sängerin eines Quintetts traf sie in den Pariser Clubs auf die Musiker der Pariser Jazz-Szene. Durch Festivalauftritte wurde ihr Name in Frankreich bekannt. Daneben trat sie regelmäßig auch in Korea auf.

In den Jahren 2001 bis 2007 spielte Youn Sun Nah fünf Alben ein. Sie tourte durch Frankreich, Europa und ganz Asien einschließlich ihrer koreanischen Heimat. Ihre Aktivität brachte der Sängerin 2004 in Korea die Auszeichnung als „Best Artist“ in der Kategorie „Crossover“ ein. Sie gewann den Grand Prix beim Jazz à Juan Concours 2005 ebenso wie eine Auszeichnung als beste Nachwuchskünstlerin in Korea. 2007 erschien ihr Album Memory Lane, koproduziert von dem dänischen Pianisten Niels Lan Doky und dem koreanischen Bassisten Kim Jeong Ryul. Von Wynton Marsalis erhielt sie eine Einladung zur „Jazz at Lincoln Center“-Konzertreihe.

Auszeichnungen

 

Im Jahr 2010 wurde sie zum vierten Mal mit dem „Korean Music Award“ in der Kategorie „Jazz und Crossover Album des Jahres“ ausgezeichnet. In Deutschland wurde Youn Sun Nah unter anderem mit dem Echo Jazz 2011 als „beste Sängerin international“ ausgezeichnet. Beim „BMW Welt Jazz Award“ gewann sie 2010 den Publikumspreis.

Das französische Kulturministerium ehrte Youn Sun Nah mit dem „Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres“. Von der französischen Jazz-Akademie erhielt sie dem „Prix Mimi Perrin du Jazz Vocal“ als Sängerin des Jahres. Darüber hinaus gewann Youn Sun Nah den „CHOC Award“ des französischen Jazzman / Jazz Magazine und wurde vom Jazzmagazin „So Jazz“ unter die Entdeckungen des Jahres gewählt. Im Rahmen des G20 Gipfels in Seoul im November 2010, trat sie vor den Staatschefs von über 20 Ländern auf.

Diskografie

2001: Reflet
2002: Light for the People
2003: Down by Love
2004: So I am
2007: Memory Lane
2009: Voyage
2010: Same Girl

Web: http://www.younsunnah.com/

 

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