Musik NewsÄhnliche-Beiträge

Lesedauer: 3 Minuten

Es gibt diesen einen Moment, den fast jeder kennt und über den kaum jemand spricht: Man hat nicht nur etwas Dummes getan. Nachdem alles herausgekommen ist, reagiert man im Affekt auch noch furchtbar falsch. Genau diesen Augenblick nimmt das Wiener Kollektiv SACS & The Brussel Sprouts in seiner neuen Single „Fujiyama” auseinander, die am Freitag, den 9. Oktober, über Studio Bahöö erscheint.

Ein Song, der die Band nicht mehr losgelassen hat

Entstanden ist „Fujiyama” aus einer Situation, die die Band lange beschäftigt hat. Bandkollege Ernest riet den anderen, einfach darüber zu schreiben. Daraus wurde ein Text, der so unbequem wie ehrlich ist. Dazu gehört Ernests eingängige Melodie, die dem Stück die typisch bittersüße SACS-Note gibt. Über den Hintergrund sagt die Band: „Heutzutage lernt man früher, dass es OK ist, Fehler zu machen. Umso schwieriger ist es, damit zu leben, wenn man einen Fehler gemacht hat und obendrauf auch noch falsch reagiert, wenn alles rauskommt.”

Damit wagt sich die Gruppe an ein Thema, das im Pop selten Platz bekommt. Statt Selbstinszenierung gibt es Selbstbefragung, verpackt in eine Melodie, die man schnell mitsummt und die dem Inhalt trotzdem nichts von seinem Stachel nimmt. Genau diese Spannung zwischen leichtfüßigem Sound und schwerem Gewissen macht den Reiz des Songs aus.

Das Kollektiv hinter „Fujiyama”

SACS & The Brussel Sprouts sind ein in Wien ansässiges Kollektiv, das sich irgendwo zwischen Groove, Psychedelia und augenzwinkerndem Pop bewegt. Gegründet wurde das Projekt von Cloudbert und Ernest Lemming. Inspiriert vom Klang der 1960er-, 70er- und 80er-Jahre und beeinflusst von so unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern wie Khruangbin, Remi Wolf, Onra und David Hasselhoff, pflegt die Band einen warmen, verspielten Sound, der sich selbst nie zu ernst nimmt. Mit bittersüßen Texten, farbenfrohen Instrumentals und einer ordentlichen Prise Humor entsteht ein musikalischer Garten, in dem Virtuosität und Leichtigkeit Seite an Seite wachsen. Passend dazu beschreibt die Band ihre Musik als „stubborn, manic, honest”, gemacht für ebenso sture, manische und ehrliche Menschen.

Dabei arbeitet das Kollektiv komplett unabhängig. Sämtliche Veröffentlichungen produziert und mischt die Band selbst.

Radio, Streams und Festivalbühne

Dass dieser Weg Früchte trägt, zeigen die bisherigen Singles. „McLovin” hat inzwischen mehr als 600.000 Streams auf Spotify gesammelt und lief bei Superfly FM sowie auf FM4. Dort urteilte Moderatorin Lisa Schneider: „Wenn das keine Sommermusik ist, dann gibt es keine: SACS & The Brussel Sprouts mit ‚McLovin’.” In den USA läuft der Song regelmäßig auf Amazing Radio USA. Auch „Ending Wars” und „Angelina” wurden von Radiosendern in mehreren europäischen Ländern gespielt.

Live war die Band im August 2026 beim Drauton Festival in Kärnten zu sehen, wo sie sich das Line-up mit weiteren Acts aus Alternative und Indie-Pop teilte. Die Single „Solutions”, die im Frühjahr erschien und die Spannung zwischen Kommunikation und Anziehung in einer Beziehung mit Humor beleuchtet, soll demnächst außerdem auf einer Vinyl-Moon-Compilation erscheinen.

Die wichtigsten Infos zur Single

  • Künstler: SACS & The Brussel Sprouts (Österreich)
  • Single: „Fujiyama”
  • Veröffentlichung: Freitag, 9. Oktober 2026
  • Label: Studio Bahöö
  • Herkunft: Wien

Genres

  • Indie-Pop
  • Dream-Pop
  • Psychedelic Pop

Für Fans von