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Manche Alben entstehen aus einem Plan, andere aus einem Gefühl. „SWALLOW!“, das zweite Studioalbum der Londonerin Shygirl, gehört klar zur zweiten Sorte. Seit dem 6. November ist es bei Because Music erhältlich. Shygirl selbst versteht die Platte als eine Art Neuvorstellung ihrer selbst: hingebungsvoll und unmittelbar, aber auch geduldig und euphorisch.

Als Fokustrack steht „Eternal“ im Mittelpunkt, das Stück beschließt zugleich die Tracklist. Dazu gibt es eine Reihe filmisch angelegter Musikvideos, die das Universum rund um Shygirl weiterspinnen, darunter „Alyse“, „Lucky [Hymn]“ und „Mantra“.

Ein Album über das Verlieben

Im Zentrum von „SWALLOW!“ steht das Verlieben: dieser Moment, in dem ein Blick, ein Lächeln oder eine Berührung plötzlich alles größer macht. Shygirl verarbeitet eine neue Liebe und die emotionale Wucht, die damit einhergeht. Mal klingt das beinahe sakral, mal ausgesprochen romantisch, dann wieder nach verschwitztem Dancefloor kurz vor Sonnenaufgang.

Stücke wie „Lucky [Hymn]“, „Real“ und „Déjà Vu“ erzählen davon, sich zu verändern, sich zu verlieren und sich dabei selbst neu zu begegnen. Auf „Altar“ wird die Liebe zur Religion, während „Sublime“ mit schwebenden Gitarren und großen Pop-Momenten nach vorn blickt. Musikalisch verbindet die Platte Indie-Songwriting mit der elektronischen Musik, aus der Shygirl ursprünglich kommt. Die Instrumentierung gibt ihr Raum, die intensiven Gefühle dieser Zeit auszudrücken, ohne dass sie ihre Vergangenheit dabei ausblendet.

Die Tracklist von „SWALLOW!“:

  • 01. Alyse
  • 02. Lucky [Hymn]
  • 03. Luvli
  • 04. Submit
  • 05. Live The Life You Like
  • 06. Real
  • 07. Déjà Vu
  • 08. Mantra
  • 09. Altar
  • 10. Sublime
  • 11. Eternal

Vom Club zum freien Ausprobieren

Entstanden ist das Album gemeinsam mit Produzent Karma Kid, später kam Casey MQ dazu. Die Sessions begannen Ende 2023 und folgten keinem festen Plan. Statt auf den nächsten Club-Hit hinzuarbeiten, probierte man Sounds aus, ließ Momente wirken und lockerte auch mal die Zügel. Karma Kid ist dabei kein Unbekannter in Shygirls Welt: Er war schon an der EP „Alias“ (20. November 2020) beteiligt, auf der unter anderem Sega Bodega und die verstorbene Sophie mitwirkten, mit Tracks wie „Slime“ und „Freak“.

Seitdem ist viel passiert. Ihre erste EP „Cruel Practice“ erschien im Mai 2018 beim Label Nuxxe, produziert von Mitgründer Sega Bodega. Ihr Debütalbum „Nymph“ (30. September 2022) erreichte Platz 34 der UK Official Albums Chart und Platz 1 der UK Dance Charts, es wurde für den Mercury Prize 2023 nominiert. Im selben Jahr erhielt die in Südlondon geborene Künstlerin mit grenadischen Wurzeln den AIM UK Independent Breakthrough Award. Die Deluxe-Version „Nymph_o“ versammelte Gäste wie Björk, Tinashe, Arca, Erika de Casier, Eartheater und Fatima Al Qadiri.

Am 9. Februar 2024 folgte bei Because Music die EP „Club Shy“ mit SG Lewis und Danny L Harle, später „Club Shy Room 2“ (2025) sowie eine Zusammenarbeit mit Jorja Smith. 2024 begleitete Shygirl Charli xcx und Troye Sivan auf der „Sweat“-Tour und eröffnete die UK-Arena-Shows der Brat Tour. Laut Live Nation kommt sie seit 2022 auf knapp 400 Millionen Streams und stand unter anderem bei Coachella, Primavera Sound, Glastonbury und im Madison Square Garden auf der Bühne.

Welttournee 2027

Ab dem Frühjahr 2027 bringt Shygirl „SWALLOW!“ auf die Bühne, begleitet von einer vollständigen Band, die den weitläufigen Sound des Albums live umsetzt. Die Tour beginnt in Europa, führt dann über den Atlantik in die USA und nach Kanada und endet mit einem Heimspiel in der Royal Albert Hall in London. Tickets für die Berliner Show gibt es bei Ticketmaster und Eventim.

Die Tourdaten 2027:

  • 13. März – Berlin, Columbiahalle
  • 15. März – Amsterdam, Paradiso
  • 16. März – Paris, Élysée Montmartre
  • 18. März – Glasgow, SWG3
  • 19. März – Manchester, Academy 1
  • 5. April – Salt Lake City, The Complex
  • 7. April – Denver, Gothic Theatre
  • 21. April – Dallas, Studio at The Bomb Factory
  • 22. April – Houston, White Oak Music Hall
  • 23. April – Austin, Scoot Inn
  • 25. April – Atlanta, The Masquerade
  • 27. April – Charlotte, The Underground
  • 28. April – Silver Spring, The Fillmore Silver Spring
  • 30. April – Toronto, Danforth Music Hall
  • 3. Mai – Boston, Royale
  • 4. Mai – Brooklyn, Brooklyn Paramount
  • 5. Mai – Philadelphia, Union Transfer
  • 18. Mai – London, Royal Albert Hall

Genres

  • Experimental Pop
  • Indie Pop
  • Electronica
  • Alternative