Egotronic ist eine Berliner Electropunk Band, die elektronische Sounds mit einem rauem Sprechgesang kombiniert. Die 2000 gegründete Band bestand früher aus den beiden Musikern Torsun und Hoerm. Mittlerweile besteht sie aus Torsun (Gesang, Synthesizer), Tili (Samples) und Endi (Keyboard).

Nach einigen im Selbstverlag veröffentlichten Projekten kamen Egotronic 2005 bei dem Hamburger Label Audiolith Records unter, wo ihre Single Nein nein/Luxus veröffentlicht wurde, 2005 folgte zudem eine Tour durch Russland zusammen mit dem Künstler Plemo. 2006 brachte Audiolith das Album Die richtige Einstellung heraus.
Darauf folgten 2007 Lustprinzip und 2008 das selbstbetitelte dritte Album.
2010 erschien das vierte Album “Ausflug mit Freunden” – und wird seinem Namen dank der etlichen Featurings wie z.B. Saalschutz, Captain Capa, Frittenbude, Plemo etc. vollends gerecht.

Stilistisch lassen sich Egotronic in eine relativ neue Bewegung der deutschsprachigen Alternativmusik einordnen, die Attitüde und gesellschaftskritischen Anspruch des Punks mit Elementen des Electro oder Synthpop verbindet. Andere bekannte Bands aus diesem Bereich sind etwa Saalschutz, Mediengruppe Telekommander, Knarf Rellöm oder Räuberhöhle. Eine Besonderheit Egotronics ist dabei der intensive Gebrauch von C64 und Atari Sounds, auch wenn sie mittlerweile am PC produziert werden. So werden etwa Sounds eingebaut, die klassischen Computerspielen entlehnt sind; auch die Grafiken in den Musikvideos erinnern an alte Computerspiele oder sind diesen sogar direkt entnommen.

Egotronic ist zudem in der linken und autonomen Szene aktiv, so beteiligt sich die Band etwa an der I Can't Relax in Deutschland Initiative. Auch in den Texten der Band wird häufig politisch Stellung bezogen, etwa zu den Debatten um Leitkultur, Jürgen Möllemann und Antisemitismus. Da Egotronic antideutschen Ideen nahe stehen und etwa plakativ die Flagge Israels verwenden, haben sie auch innerhalb der linken Szene Kontroversen und Widerspruch ausgelöst – so warb die Band im Internet beispielsweise um Spenden für die für manche völkerrechtlich fragwürdig agierende israelische Armee. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem Torsuns ironische Vertonung des englischen Hooligan-Lieds Ten German Bombers im Rave Stil von Scooter. Das Lied wurde zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 produziert und schließlich sogar in den Sampler Ballermann: Die Weltmeister-Hits 2006 aufgenommen.

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