Nur selten erscheint eine Künstlerin mit so viel Druck, Mut und Herz auf der Bildfläche, dass bereits auf den ersten Blick klar ist: Was immer sie sich vornimmt, wird sie erreichen. Manchmal steckt diese Gewissheit im Look, manchmal in der Präsenz, manch Andere transportieren sie durch ihre Stimme oder die Musik. Auf Claudia Valentina treffen all diese Beschreibungen zu. Die 21-Jährige ist ein zukünftiger Superstar, sie selbst wusste das schon immer. Träumerische Hoffnung und unbändiger Wille haben ihre Karriere in die Startlöcher gebracht, ihre am 10. Juni erscheinende EP Foreign Affair wird der nächste Meilenstein auf dem Weg in den Pop-Olymp. Doch dort, wo ihre Geschichte beginnt, scheint nichts ferner als die fantastische Welt der Stars.

Aufgewachsen auf der von Fischerei, Milchproduktion und Steuererleichterungen geprägten Kanalinsel Guernsey, orientierte sich Claudia Valentina schon früh in Richtung Horizont. »Schon in jungen Jahren wusste ich, dass Guernsey mir nicht genug zu bieten hat«, sagt sie. Claudia Valentina musste out of the box denken, denn die eigene Kiste war anfangs einfach ziemlich leer. Seit ihrer frühen Kindheit verbrachte die heute 21-Jährige den Großteil ihrer Zeit in der Bühnenschule, begeisterte sich für Gesang, Tanz und Theater. Beim Dance World Cup 2011 im Pariser Disneyland gewann ihre Gruppe Gold, bloß ein weiterer Tropfen Benzin für den heißlaufenden Motor der Singer-/Songwriterin. Sie flehte ihre Eltern an, wollte unbedingt zum Vorsprechen nach London: »Ein Auftritt im West End ist der Traum jedes Theaterkindes.« Ihr Vater knickte schließlich ein, aus einem Termin wurden zehn, mit jedem Callback stieg die Euphorie der jungen Claudia, die so dringend in die Showwelt wollte. So dringend raus aus der insularen Idylle.

Die Monate, in denen Claudia Valentina die Rolle der Judy Hope in der Musicalproduktion »Billy Elliot« spielte, sollten ein Vorgeschmack auf die nächsten Jahre des Eifers sein. Fünf Vorstellungen pro Woche. Wenn dann nicht gerade trainiert und geprobt wurde, nahm die kreative Arbeit jeden Gedanken des Nachwuchstalents ein. »Es verschlingt mich vollkommen«, sagt sie. »Selbst heute noch – ich habe kein Leben außerhalb der Kunst.« Mit 13 zog es Claudia und ihre Mutter nach Los Angeles, die nächsten Jahre jagte sie alle Rollen, die sie hätten zur nächsten Hannah Montana machen können. »Bloß für einen Showcase sind wir gekommen«, erzählt sie. »Doch wir waren sofort im LA-Fieber.« Es war die anstrengendste Phase ihres Lebens, ein ermüdender Lauf im Hamsterrad der Entertainmentbranche, voller falscher Versprechen und realer Enttäuschungen. Von einem Termin zum nächsten blieb keine Zeit für eine echte Kindheit: »Ich lebte mit einem Manager zusammen, obwohl ich wie der Rest meiner alten Schulkameraden wie ein Kind hätte leben sollen.«

Heute ist Claudia Valentina nichtsdestotrotz dankbar für ihre Zeit in LA, die ihr nicht nur Hartnäckigkeit und Entschlossenheit lehrte, sondern auch verantwortlich dafür ist, dass Claudia sich endlich ihrem seit Jahren gefassten Plan widmete: eine Karriere als Musikerin zu starten. Statt täglich in neue Rollen zu schlüpfen, fand und erfand sich Claudia mit der Musik selbst. Statt den Platz eines Puzzleteils im großen Ganzen einzunehmen, begann sie, ihr Bild eigenständig zu zeichnen.

Studiosessions mit Songwritern wie Johan Carlsson, Matt Squire und Ross Golan zeigten der talentierten Sängerin, dass Authentizität die Basis des Erfolgs bildet. Und nach einigen wichtigen Monaten, die sie mit dem Producer David Steward und der Songwriterin Jessica Agombar in London verbrachte, hatte Claudia ein neues Selbstbewusstsein gefunden, das tief von innen kommt und alles überstrahlt. Kein fake it till you make it, Claudia hat es schon geschafft.

Ihre 2020 erschienene Debüt-EP Claudia Valentina stellte die Variationsbreite und Leidenschaft der Sängerin in den Vordergrund. In ihrer ersten Single Seven demonstriert Claudia eine Unmittelbarkeit, die aus dem häufig austauschbaren Pop-Einheitsbrei grell heraussticht. »Ich hasse fluffige Pop-Texte«, sagt sie. »Ich möchte, dass meine Musik so offen und ehrlich wie möglich ist.« Die hautnahe Performance brachte ihr zum Debüt sogleich das Interesse der Öffentlichkeit ein, Fans und Medien zeigten sich zutiefst beeindruckt. Und dann war da noch 4:15, ein Song, den sie schon vor Jahren entworfen hatte, und der daraufhin durch die Hände der großen Popstars wanderte. Glückliche Fügung brachte das Anti-Fuckboy-Manifest zurück zu Claudia. Es ist schließlich ihre gelassene Selbstsicherheit, ihre treibende Motivation, ihre unbegrenzte Kreativität, die jeden der Songs strahlen lassen – Wer sonst sollte sie singen?

Der Titel ihrer zweiten Veröffentlichung ist programmatisch: Foreign Affair ist das klangliche Äquivalent zu einem Lebenslauf, der die Grenzen zwischen Kontinenten überwindet und den Zeitstrahl der Erlebnisse zu einem imposanten Feuerwerk verdichtet. Die bereits 2021 erschienene Single C’est La Vie verwendet den lateinamerikanischen Signature-Sound des Produzenten Mirza, um der Alles-oder-Nichts-Attitüde von Claudia Valentina höchsten Nachdruck zu verleihen. Der wiederum gelingt eine machtvolle Demonstration ihres Ehrgeizes, ohne die Leichtigkeit des Seins aus den Augen zu verlieren: »Life is a mess, isn’t it? / A beautiful mess, I’m living it«. Die Piano-Ballade Daddy Issues verwebt Selbstzweifel mit der Manifestation, sich niemals unterkriegen zu lassen, der Club-Track Sweat erkundet sexuelle Selbstbestimmung auf einem mitreißenden Instrumental, das zeitgenössische Percussion-Elemente mit dem Swag von The Neptunes-Produktionen aus den Nullerjahren verbindet. Claudias Lieder sind empowernd und nahbar, doch gleichzeitig so intim wie irgend möglich. »Ich liebe es, Musik zu machen, die seltsam, spezifisch und wirklich tiefgründig ist. Sie muss zu mir passen und zu niemandem sonst – das macht sie so besonders.« Claudia zeigt sich in diesen Liedern ebenso verletzlich wie souverän – erst die Beichte, dann die Ermächtigung. Bereits ihre zweite EP wirkt wie die Heimkehr einer langjährigen Weltenbummlerin, Claudia ist ganz bei sich.

Mit Extra Agenda erschien zuletzt ein druckvolles Statement für ungebundene Liebe, das Claudias eigens proklamierte »2022 Girlboss«-Energie mit kristallklarer Stimme auf ganzer Linie transportiert. »Ich drehe den Spieß um«, sagt Claudia. »Auch Girls sollten sich unverbindlich amüsieren können. Wir machen, was wir wollen!« Kreiert wurde die Empowerment-Hymne mit dem kalifornischen Songwriter Trey Campbell, der bereits mit Pop-Größen wie Ella Mai, John Legend und Giveon arbeitete. »Wir hatten einen wundervollen Tag«, erzählt Claudia. »Wir dachten: ›Scheiß drauf! Lasst uns einen Song darüber schreiben, selbst ein Fuckboy zu sein!‹.« Es ist die Freude am kreativen Handwerk selbst, die Claudias Songs ihre Einzigartigkeit verleiht. Extra Agenda ist eine Hommage an den Glanz der 1980er, ohne an Aktualität zu verlieren, die schimmernden Synthflächen und pulsierenden Drums rufen augenblicklich neonfarbene Bilder gefüllter Arenen in das Bewusstsein. Und Claudia im Scheinwerferlicht.

Kein Wunder demnach, dass Claudia Valentina als Inspiration gestandene Größen wie M.I.A., Rosalía und The Weeknd nennt. Künstler*innen, deren Musik sich an unterschiedlichsten Stilen bedient, um einzigartige Klangkulissen zu erzeugen. Besonders schwärmt Claudia von Rihanna: »Sie ist einfach eine unaufhaltsame Macht, so eine starke Brand«, sagt sie. »Alles schreit: Das ist Rihanna.« Auch die 21-Jährige verpflichtet sich keinem Genre, ihre neue EP Foreign Affair vermählt Pop mit Reggaeton, RnB und New Wave. Und doch schreit jeder Song, den sie sich mit unverwechselbarer Vocal Performance zu eigen macht, Claudias Namen. Egal, ob Flamenco-Claps durch das Instrumental schießen (Sweat) oder Claudias Vocals in Trap-Flows aufgehen (Forgot My Name). »Ich habe an so unterschiedlichen Orten gelebt, mit so unterschiedlichen Menschen gearbeitet«, sagt sie. »Musik aus aller Welt hat mich immer begeistert, aber das Erfüllendste ist, jedem Stil meinen persönlichen Stempel aufzudrücken.« Ihr popkulturelles Gespür für emporstrebende Sounds ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass sie es liebt, die Untiefen der digitalen Welt nach spannenden Klängen zu durchforsten – egal ob experimentelle DJ-Sets auf Soundcloud, weirde Playlists auf Spotify oder die unberechenbaren Empfehlungen des YouTube-Algorithmus. Claudia Valentina geht über den Tellerrand hinaus und macht sich daran, Popkultur nach ihren Vorstellungen zu formen.

Sicher ist jetzt schon, dass Claudia Valentina die volle Verantwortung für ihre kulturelle Position annehmen wird. Die Position einer starken Persönlichkeit, die sich ihren Platz in der Öffentlichkeit mit all ihrer Energie und Leidenschaft erobert. Keine Pop-Prinzessin, sondern eine eigenständige Kämpferin. Claudia weiß genau, was sie von ihren Produzenten braucht, welchen Ausdruck die Musik liefern muss und was sie von sich selbst verlangt. Sie liebt die Kollaboration, aber ebenso die Hoheit über das eigene Schaffen, auch abseits der Musik. Stundenlang stöbert sie durch Instagram nach Fashion-Inspirationen und gestaltet eigene Outfits, die so auffällig und einzigartig sind wie sie selbst. Ihre Musikvideos beeindrucken mit anspruchsvollen Choreografien und machen neugierig auf zukünftige Konzert-Spektakel: »Eines meiner höchsten Ziele ist es, die größten Live-Shows aller Zeiten auf die Bühne zu stellen.«, sagt sie mit Bereitschaft für die neue Herausforderung. »Ich bin super inspiriert von großen Performances, Gesamtkunstwerken aus Tanz, Fashion und Musik.«

Die Begeisterungsfähigkeit der Künstlerin springt auf ihre Fans über, die sich lange genug mit veralteten Narrativen der Popkultur begnügen mussten. Mit Claudia tritt ein Star einer neuen Generation ins Rampenlicht: Gen Z, unbegrenzte Ambitionen, Lust am Wandel und mit dem Mut, die eigene Geschichte zu schreiben. Claudia Valentina tritt heute kompromisslos für sich und ihre Vision ein. Seit der frühesten Kindheit kämpft die 21-Jährige schließlich schon für ihre Träume. Und wer ihr einmal begegnet ist, sie einmal gehört hat, spürt: sie werden in Erfüllung gehen.

 

Quelle: Universal Music

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