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Ellie Goulding ist seit mehr als 15 Jahren im Popgeschäft – genug Zeit also, um einiges zu lernen. Auf ihrem neuen Album stellt sie sich nun allerdings die Frage, ob man irgendwann vielleicht sogar zu viel weiß. „I Know Too Much” erscheint am 4. September über Polydor Records und zeigt die britische Sängerin so persönlich und ungefiltert wie lange nicht.

Das sechste Studioalbum

Das sechste Studioalbum folgt auf „Higher Than Heaven” aus dem Jahr 2023 und umfasst zehn Songs. Als Executive Producer fungierte Jack Rochon, den Goulding ursprünglich über TikTok entdeckte und der sie über mehrere Jahre hinweg bei der Entstehung des Albums begleitete.

Ein musikalisches Tagebuch

Goulding selbst beschreibt die Entstehung wie eine Art musikalisches Tagebuch: Statt sich auf einen bestimmten Sound festzulegen, wollte sie Erfahrungen, Emotionen und unterschiedliche musikalische Seiten zusammenbringen, die einen ganz bestimmten Abschnitt ihres Lebens festhalten. Entstanden ist das Album über eine turbulente Phase in Gouldings Leben, in der das Studio für sie zu einem Ort wurde, um Gefühle zu sortieren, statt vor ihnen zu fliehen.

Musikalischer Stil

„I Know Too Much” bewegt sich zwischen mehreren Genres und Klangwelten, die verschiedene Seiten von Ellie Goulding zusammenbringen:

  • Pop
  • Elektro-Pop
  • Folk-Einflüsse mit akustischen Texturen
  • House/Dance (insbesondere auf „Ravers”)

Die Singles im Vorfeld

Einen ersten Eindruck davon gab „Black Prada Dress”, bevor mit „4 Seasons” und zuletzt „Ravers” weitere Songs folgten. Insgesamt wurde das Album von vier Vorab-Singles begleitet: „Black Prada Dress”, „4 Seasons”, „Ravers” und „For Your Entertainment”. „Ravers” markiert dabei Gouldings allererste rein elektronische Solo-Single und führt sie so direkt wie selten zuvor auf den Dancefloor, während sie ihre lange Verbindung zur elektronischen Musik aufgreift. Zum Song erschien außerdem ein von Sean Price Williams inszeniertes Musikvideo.

Ehrlich wie nie: Persönliche Texte

Gleichzeitig steckt hinter den großen Produktionen ein ziemlich persönliches Album. Goulding hat die neuen Songs als ihre bislang ehrlichsten Texte bezeichnet. Nach Jahren, in denen Erwartungen von außen immer wieder eine Rolle spielten, sei beim Schreiben diesmal vor allem ein Gefühl von Freiheit entscheidend gewesen: Musik zu machen, ohne jemandem gefallen oder etwas beweisen zu müssen. Lyrisch verbindet das Album dabei bissige Ehrlichkeit mit roher Selbstreflexion und einem bemerkenswerten Sinn für Humor – Goulding selbst beschreibt „I Know Too Much” als ein Album über Liebe und Macht, Vertrauen und Instinkt sowie über die Geschichten, die man sich selbst über andere Menschen erzählt.

Der Albumtitel als Leitmotiv

Auch der Albumtitel greift genau diesen Gedanken auf. „I Know Too Much” entstand aus der Überlegung, ob Wissen und Erfahrung irgendwann selbst zur Belastung werden können – und ob nicht gerade im Nichtwissen eine gewisse Freiheit liegt.

Rückblick: Über eine Dekade im Popgeschäft

Nach mehr als einer Dekade zwischen großen Popsongs, elektronischen Experimenten und Dance-Hits scheint Ellie Goulding damit weniger daran interessiert zu sein, noch einmal zu erklären, wer sie ist. Auf „I Know Too Much” klingt es eher so, als hätte sie genau das inzwischen selbst ziemlich gut herausgefunden. Über die Jahre hat Goulding zudem mit Größen wie Calvin Harris, Kygo, Skrillex, Diplo und Major Lazer zusammengearbeitet, ihre Songs wurden unter anderem von Drake, Jay-Z, Future & Metro Boomin, Young Thug, Lil Baby, Big Sean und French Montana gesampelt.

Eckdaten zur Veröffentlichung

  • Veröffentlichungsdatum: 04.09.2026
  • Albumtitel: „I Know Too Much”
  • Albumnummer: sechstes Studioalbum
  • Label: Polydor Records
  • Anzahl der Songs: zehn Titel
  • Executive Producer: Jack Rochon
  • Vorab-Singles: „Black Prada Dress”, „4 Seasons”, „Ravers”, „For Your Entertainment”
  • Vorheriges Album: „Higher Than Heaven” (2023)