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Sechs Jahre nach „Supervision“ ist La Roux zurück: Mit „Old Flames“ erscheint am 6. November das vierte Studioalbum der britischen Sängerin, Songwriterin und Produzentin Elly Jackson. Die Platte erscheint über Vertigo Records und Universal Music und markiert eine Neuausrichtung. Der Synthpop, der ihr Projekt seit dem Debüt prägt, bleibt das Fundament, wird aber deutlich stärker mit Elementen aus R&B, Soul und Hip-Hop der 90er- und frühen 2000er-Jahre verschränkt.

Cover
La Roux
Old Flames
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Ein Album über fünf Jahre

„Old Flames“ entstand über einen Zeitraum von rund fünf Jahren. In dieser Phase verarbeitete La Roux unter anderem das Ende einer 17-jährigen Beziehung. Das Album versteht sich entsprechend als persönlicher Neuanfang und als bewusster Abschied von früheren musikalischen und privaten Mustern. Sämtliche Songs hat die Grammy-Preisträgerin selbst geschrieben, komponiert, arrangiert und produziert. Das ist eine Arbeitsweise, die den Sound konsequent aus einer Hand entstehen lässt.

Neu ist auch die inhaltliche Offenheit: Erstmals thematisiert La Roux in ihren Liebesliedern Beziehungen zu Frauen direkt, statt Erfahrungen hinter Metaphern zu verstecken. Laut NME geht es darüber hinaus um verbotene Liebe, die Einsamkeit der Sucht und den Konflikt zwischen Sexualität und Identität unter öffentlicher Beobachtung. Die Texte verweisen dabei unter anderem auf David Lynch und „Donnie Darko“.

Vorab veröffentlichte Songs

Den Auftakt machte die erste Single „Cabin Fever“, die am 8. Mai 2026 zusammen mit der Albumankündigung erschien. Die Kritik hörte darin deutlich den Einfluss des 90er-R&B. Mit „Babyline“ folgte später eine weitere Auskopplung samt Musikvideo, die seit Ende Juni 2026 auf Apple Music gelistet ist. Im Albumkontext ist sie der zehnte von elf Titeln.

Sound und Einflüsse

Musikalisch greifen Songs wie „Lose Myself“, „To Make Our Love“ und „Night Vision“ die Ästhetik des R&B der 90er auf. Geschmeidige Beats und souliger Gesang treffen auf die eingängigen Popmelodien, für die La Roux bekannt ist. Als Referenzen nennt die Künstlerseite All Saints, TLC, Michael Jackson und Mariah Carey. Das ist ein Spektrum, das weit entfernt vom kühlen Elektro-Minimalismus der Anfangsjahre liegt, ohne den Synthesizer als Leitinstrument aufzugeben. Eröffnet wird das Album mit „Old Flames (Intro)“. Den Abschluss bildet der Titelsong „Old Flames“, der das Thema von Rückschau und Neubeginn noch einmal bündelt.

Neben den genannten Stücken gehören unter anderem „Falling“, „Your Lover“, „Final Fantasy“ und „I Just Keep Crying“ zur Tracklist. Bekannte Titel des Albums:

  • Old Flames (Intro)
  • Cabin Fever
  • Lose Myself
  • To Make Our Love
  • Night Vision
  • Falling
  • Your Lover
  • Final Fantasy
  • I Just Keep Crying
  • Babyline
  • Old Flames

Einordnung: Von „In for the Kill“ zu „Old Flames“

La Roux war ursprünglich ein Duo aus Elly Jackson und Ben Langmaid. Das Debütalbum „La Roux“ erschien 2009 und gewann bei den Grammys den Preis für das beste Electronic/Dance-Album. Die Singles „In for the Kill“ und „Bulletproof“ wurden weltweit zu Hits. „In for the Kill“ erreichte Platz 2 der britischen Singlecharts und wurde in Großbritannien mit zweifachem Platin ausgezeichnet. Langmaid verließ das Projekt 2012, die Trennung wurde zwei Jahre später offiziell bestätigt. Jackson führte La Roux allein weiter und veröffentlichte im Juli 2014 „Trouble in Paradise“. „Supervision“ folgte am 7. Februar 2020, produziert gemeinsam mit Dan Carey, den sie seit den Aufnahmen zum ersten Album kennt. Seither tauchte sie vor allem mit Kollaborationen auf, etwa „The Best of It“ mit Whyte Horses (2018) und „Replacements“ mit Chromeo (2023).

Zuletzt war La Roux auch live wieder präsent: Im Frühjahr 2026 spielte sie bei Skreams Show im Alexandra Palace erstmals gemeinsam mit ihm dessen Remix von „In For The Kill“, ein Auftritt, der viral ging. 2026 begleitet sie zudem Hilary Duff auf deren Tour durch die USA, Großbritannien und Australien.

Old Flames Tour 2027

Im kommenden Jahr geht La Roux mit dem Album auf Tour. Die „Old Flames Tour 2027“ startet am 31. Januar 2027 in Toronto, führt durch die USA und Mexiko und anschließend nach Europa. Auf dem Kontinent stehen unter anderem Amsterdam (8. März), Paris (9. März) und mehrere Shows in Großbritannien bis London am 24. März auf dem Plan. In Deutschland sind zwei Konzerte angekündigt:

  • 5. März 2027 – Berlin, Huxleys Neue Welt
  • 6. März 2027 – Köln, Live Music Hall

Konzerte in Österreich und der Schweiz sind bislang nicht angekündigt.

Genres

  • Synth-Pop
  • Electropop
  • R&B
  • Soul