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Lesedauer: 4 Minuten Update: 28. November 2025

Die Suche nach dem Unsichtbaren: Monet192 findet seine “AURA”

Monet192 ist zurück und präsentiert mit „AURA“ nicht nur sein mittlerweile siebtes Studioalbum, sondern das Ergebnis einer tiefgreifenden persönlichen und musikalischen Reise. Die beeindruckende Tracklist umfasst sage und schreibe 28 Stücke, die zwischen pulsierenden Clubs, fernen Kontinenten und den tiefsten Erinnerungen des Künstlers der letzten Dekade entstanden sind.

Das Album nahm seine Form in der Stille und dem Chaos ferner Orte wie Thailand und Bali an. Für Monet192 war dieser Aufbruch jedoch weniger eine Flucht, sondern vielmehr ein Akt der inneren Reinigung: Er suchte Abstand vom musikalischen Alltag, öffnete sich für neue Worte, andere Klänge und – am wichtigsten – für ein anderes Selbst.

Ich war die letzten fünf Jahre nonstop unterwegs, habe Album für Album veröffentlicht und bin irgendwann in ein Loch gefallen, in dem Selbstzweifel alles übertönten“, erinnert sich der Künstler. „Ich hatte das Gefühl, ich sei nicht gut genug und meine Arbeit würde dem Anspruch nicht genügen.“ Den Ausweg aus dieser Krise fand er über den Sport, der für ihn zum Training für einen bevorstehenden Kampf wurde: „Dieser Kampf ist ‚AURA‘. Der Titel bedeutet für mich, meine Unbesiegbarkeit wiederzuentdecken und zurückzugewinnen.

Die Nacht als Muse: Vom Club ins Studio

Monet192 fand seine neue Stärke am anderen Ende der Welt, an Orten, an denen Nächte und Tage ineinanderfließen und die Zeit in den Clubs stillzustehen scheint. „Die Nacht war unsere Muse“, verrät Monet192. Das Team verfolgte einen konsequenten Plan: Drei Wochen lang wurde jeden Abend gefeiert, um tagsüber die gewonnene Energie in Musik zu verwandeln. „Im Club haben wir genau beobachtet, worauf die Leute reagieren – und am Tag haben wir diesen Vibe in die Songs gepackt.

Diese unmittelbare, ekstatische Energie ist vielen Tracks auf dem Album anzuhören. Ein Paradebeispiel ist „Day N Nite“, eine Hommage an den legendären Hit von Kid Cudi aus dem Jahr 2007. „Das war das erste Mal, dass ich Musik in dieser Form gehört habe“, schwärmt Monet192. „Kid Cudi war für mich damals einfach der coolste Typ überhaupt.“ Als der Originalsong später zum Soundtrack des Kult-Party-Films „Project X“ wurde, entwickelte er sich zur Hymne einer ganzen Generation. Monet192 überträgt diesen unverwüstlichen Vibe mit seiner Version perfekt ins Hier und Jetzt. „Man vergisst diesen Song nie; er ist immer da – im Club, im Film, in Erinnerungen. Das wollte ich wieder aufgreifen und in unsere Gegenwart holen.“

Ein würdiger Nachfolger dieses Vorhabens ist der Track „Sie ist“. Inspiriert vom ikonischen A-Trak-Remix von „Heads Will Roll“ und ebenfalls vom „Project X“-Soundtrack geprägt, erzählt der Song zu Up-Tempo-Beats von Berliner Nächten, dem Gefühl des Highseins auf Kosten des Vaters und den Momenten, in denen Menschen sich zwischen Shots und Rausch verlieren.

Monet192 - Ô dis où t'es ( Official Visualizer )

Zwischen Trap-Soul, R&B und Jersey-Bounce

Die klangliche Bandbreite von „AURA“ ist beeindruckend. „Yummy“ präsentiert sich als unwiderstehliche Bootyshake-Hymne mit treibendem Jersey-Bounce. Der Song „ô dis où t’es“ hingegen kommt mit melancholischen The-Weeknd-Vibes und einer sofort fesselnden Hook, die durch gefühlvolle Vocals und hypnotische Melodien besticht.

Zahlreiche Kollaborationen verleihen dem Album zusätzliche Tiefe. „Dealer“ mit Emilio ist ein entspanntes Duett über jenes unschlagbare Gefühl, das einen erwischt, wenn man von einem Menschen einfach nicht genug bekommen kann. Gemeinsam mit OMG verbindet „Summer Love“ nostalgische 80er-Jahre-Vibes mit modernem Future-R&B. Auf „Plug“ erzählt Monet192 zusammen mit Morpheuz über dreamy Samples und dem Diwali-Riddim vom schwierigen Versuch, zur Ruhe zu kommen, während die Gedanken immer wieder zu dieser einen Person zurückkehren. „Wir wollten einen Song erschaffen, den weder ich noch Morpheuz je so veröffentlicht hätten – raus aus der Komfortzone, rein in etwas völlig Neues“, erklärt Monet192.

Der Fokus-Track „J’adore“ führt Monet192 schließlich zu seinen Wurzeln zurück. Softe R&B-Vibes und smoother Trap-Soul schaffen den Rahmen für einen intimen Moment: Late-Night-Texts, heimliche Treffen im Appartement und Blicke, die mehr transportieren als tausend Worte. „Gleichzeitig wollte ich auch wieder diesen Sound machen, für den mich viele von Anfang an gefeiert haben – Songs fürs Bett und für die Nacht“, resümiert Monet192.

Die erste Liga: Über den Künstler Monet192

Geboren und aufgewachsen in St. Gallen, vereint Monet192 italienische, tunesische und mazedonische Wurzeln und zählt längst zur ersten Liga der deutschsprachigen Pop- und R&B-Künstler. Über sechs Alben hinweg hat er sich eine beeindruckende Diskografie aufgebaut, die neben millionenfach gestreamten Songs auch vier Gold- und zwei Platin-Auszeichnungen umfasst – darunter die Top-3-Hits „Hotel“ mit Dardan und „Papi“ mit badmómzjay.

Zu seinen Erfolgen zählen Nominierungen bei den MTV European Music Awards und den Swiss Music Awards, Auftritte auf großen Festivalbühnen wie dem Frauenfeld und eine konstante Serie von Headliner-Touren, die regelmäßig ausverkauft oder hochverlegt wurden.

Der Kreis schließt sich: Intro und Outro als Eckpfeiler

„AURA“ wird von zwei Songs eingerahmt, die wie monumentale Eckpfeiler wirken. Der als Intro fungierende Titeltrack eröffnet das Album atmosphärisch und retrospektiv. Er ist ein Blick zurück auf eine Dekade, in der Monet192 alle seine Träume verwirklicht hat – in der aber auch Fehler passiert sind. Den emotionalen Gegenpol bildet das Outro »Sandmann«, getragen von laid-back Gitarren und einer melancholischen Stimmung. Hier verarbeitet Monet seinen größten Heartbreak, die erste große Liebe, die zugleich sein tiefster Verlust war.

Zwischen dem selbstbewussten Rückblick und dem melancholischen Schmerz entfaltet sich das gesamte Panorama von „AURA“ – ein Album, das einen Kreis schließt und zugleich einen kraftvollen neuen Anfang markiert.

„AURA“ von Monet192 erscheint am 28.11.2025. Fans dürfen sich außerdem darauf freuen, Monet192 Ende des Jahres auf seiner gleichnamigen Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz live zu erleben.

 

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