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Dieser Eintrag wurde am 25. November 2024 veröffentlicht und ist möglicherweise veraltet.

Es war einfach höchste Zeit für dieses Live-Album: Wer in den letzten Jahren Wally Warning  und  Ami  Warning  zusammen  auf  der  Bühne  erlebte,  wurde  Zeuge einer einzigartig  dynamischen,  fruchtbaren  Entwicklung.  Es  ist  die  musikalisch  erzählte Geschichte des gemein-samen Weges von Vater und Tochter, die Geschichte vom Weiter-reichen des spirituellen Feuers durch den berühmten Papa Wally, und es ist die Geschichte vom eigenen Weg, den Tochter Ami inzwischen höchst erfolgreich und emanzipiert zu gehen weiß. Mit „Wally & Ami Warning Live“ begegnen sich zwei einander tief verbundene Musiker auf einem Level, das international seinesgleichen sucht. Es ist mehr als die Summe zweier Künstlerseelen.  

Das neue Album, das 2023 bei verschiedenen Deutschland-Konzerten aufgenommen wurde, ist praktisch die kreative und stilistische Zwischenbilanz, gesungen auf Englisch, Deutsch, der auf Wally Geburtsinsel Aruba gebräuchlichen Kreolsprache Papiamento und Sranantngo (Sprache aus Surinam), unterworfen dem stets frischen Austausch zwischen  Wally  und  Ami  und  teils  in  spannenden  Überarbeitungen  aktualisiert  – „Groove & Soul“ waren ihre Live-Programme in den letzten Jahren betitelt, und damit war der musikalische Reichtum der beiden noch längst nicht komplett beschrieben, der den   Bogen   von   schnelleren   afro-karibischen   Spielarten   über   Reggae-Anklänge, modernisierten Soul bis hin zu christlich-spirituellen Inhalten spannt.  

WARNING "Wally & Ami" - groove and soul

Und so mancher Song erscheint in neuem Gewand wie Wally Warnings Klassiker „Killing Me  With  Promises“  (1983),  der  die  Liste  der  insgesamt  13  Songs  anführt.  Neu arrangiert, strahlt der Song noch immer eine selten kraftvolle Unruhe aus, wozu auch Ami mit ihrer dunklen Backing Vocal-Stimme beiträgt. Das gemeinsame Live-Album stellt Wally und die in Deutschland geborene Ami abwechselnd in den Vordergrund – Leadstimme, Leadgitarre, Bass und Footstomp, lyrisches Innehalten und treibende Power wechseln und ergänzen einander auf recht geschmeidige Weise.  

Amis   Selbstfindungsprozess   als   junge   Frau   und   Solokünstlerin,   ihre   manchmal widerstreitenden Gedanken und Gefühle, die den eigenen Weg nachzeichnen, all das wird in Liedern wie „Jungle“, „Vielleicht lieber morgen“, „Be Yourself“, „Gegenwind“ oder „Untertauchen“ gespiegelt – sie trifft hier vor allem bei den Jüngeren offenkundig einen Nerv. Doch in manchen der auf dem neuen Live-Album versammelten Songs teilen Vater und Tochter regelrecht ihre Haltungen zum Leben: Sich selbst zu finden, sich selbst treu und gerecht gegenüber anderen zu bleiben, auch in stürmischen und dunklen Zeiten.  

Wally Warning hat seiner Tochter einen tiefen, christlich geprägten Humanismus und eine  enorme  musikalische  Kraft  mitgegeben  –  und  Ami  gibt  diese  Kraft  zurück, musikalisch auf Augenhöhe: am Ende des Albums dann das großartige „Take Life“ – hier singt Wally an der Seite von Ami davon, dass man das Leben so nehmen müsse, wie es nun mal kommt. Dass es für jeden von uns Freude und Leiden bereithält, dass man es zu ertragen hat und seinen Mut niemals verlieren sollte. Dieses Album ist vor allem für Wally   ein   sehr   persönliches,   bei   allem   Feuer   durchaus   auch   nachdenkliches Lebenswerk, und es sagt mit Ami zugleich, dass es weiter gehen wird. (Thomas Lochte)

Ticket

Live „Groove and Soul“ Tour

2024
07.12. Grafing, Stadthalle Grafing
08.12. Zirndorf, Kulturpalast Anwanden 31.12. Holzkirchen, Oberbräu

2025
18.01. Fürstenfeldbruck, Veranstaltungsforum
19.01. Landshut, Salzstadel
24.01. Lorsch, Theater Sapperlot
25.01. Hanau, AJOKI
01.02. Ravensburg, Zehntscheuer
02.02. CH-Frutigen, Badi Lounge
03.02. CH-Langnau im Emmental, Käpt’n Holger
07.02. Ansbach, Ansbacher Kammerspiele 08.02. Windischeschenbach, Schafferhof 13.02. Traunstein, Kulturforum
14.02. Karlsruhe, Roots Bar
15.02. Geislingen an der Steige, Rätschenmühle
20.02. Glonn, Steinbergers Marktblick 21.02. Aichach, Canada Obermauerbach 22.02. Bad Reichenhall, Magazin 3
27.02. München, Auferstehungskirche 01.03. Viechtach, Altes Spietal

 

 

Quelle: Backseat PR