Mit seinem Hit „Herz über Kopf“, der Euch allen noch immer im Herz oder Kopf sein dürfte, schaffte Joris vor genau 10 Jahren den großen Durchbruch und hat sich seitdem als Sänger und Songwriter fest im Deutschpop etabliert. Zum Dekaden-Jubiläum veröffentlicht der 35-Jährige, der zuletzt auf Pro7 bei „The Masked Singer“ für Furore sorgte und sich bis ins Finale sang, am heutigen Valentinstag sein neues Album „zu viel retro“. Dabei handelt es sich um „ein echtes Bandalbum“, bei dem gänzlich auf KI-Tools verzichtet wurde, ausschließlich echte Instrumente zum Einsatz kamen und die Imperfektion gefeiert wird.
Thematisch behandelt „zu viel retro“ das Verliebtsein und die Liebe, setzt sich aber auch mit Vergänglichkeit (z.B. in „zu schnell vorbei“) auseinander, mit der Joris also junger Familienvater und Berufsmusiker immer wieder konfrontiert wird. Außerdem reflektiert Joris, was für ihn im Leben wirklich zählt. Der Song „eigentlich“ zum Beispiel, der entstanden ist, nachdem Joris‘ Freundin während der Aufzeichnungsphase des Longplayer krank wurde und lange ins Krankenhaus musste.
„zu viel retro“ zeigt also eine sehr persönliche Seite von Joris, die man bisher von ihm noch nicht kannte.
JORIS – „das ist doch der Typ mit HERZ ÜBER KOPF, oder?“ Den Song kennt wohl jede*r, aber läuft die Playlist weiter fällt einem auf, dass man auch Songs wie „Nur die Musik“, „Du“ und „Signal“ sofort wieder erkennt. Zum Obligatorischen: zwischen seinem Debüt und dem vierten Longplayer „zu viel retro“ liegen rund eine halbe Milliarde Streams, drei Echos, diverse Edelmetalle, etliche top tens in den Radio Charts und drei Erfolgsalben. Aber was bleibt von Joris nach 10 Jahren Tanz in der deutschen Musiklandschaft?
Mic-Drop? Ausbrennen? Rückzug? – Es gibt zu allen drei Fragen kein klares Nein.
„Warum es solang gedauert hat mit der Musik? Weil es wichtigeres gab…“
Nach dem seine Freundin schwer erkrankt, stellt er sich sowohl den Herausforderungen und Ängsten als Partner, als auch den neuen Verantwortungen als junger Familienvater. Im Song „eigentlich“ versucht er es in Worte zu fassen „schau in zwei kleine Augen, blindes Vertrauen und nichts bleibt wie es war“.
Joris jongliert in der Entstehungsphase des Albums mit Studio-, Klinikbesuchen und Vaterdasein, versucht das eine mit dem anderen in Einklang zu bringen und gleichzeitig zu trennen. Es „klappt“, doch im Nachhinein: „mehr als genug Stoff für fünf Alben…“ Es entsteht der Nährboden für die textlich wilde Mischung aus Schmerz und lebens-bejahendem Aufbruch des Albums. „zu viel retro“ Wie meint er den Albumtitel? Ist das eine Frage oder eine Aussage? War früher mehr Lametta oder geht es am Ende darum, sich in der Rückschau an die wesentlichen Dinge zu erinnern? In einer so flüchtigen Welt etwas zu manifestieren, was Bestand hat, was bleibt und was einem das Gefühl von zuhause und Sicherheit gibt. Dafür steht Retro. Und nein, wenn man es so deutet, kann es nicht genug davon geben.
Wie schon bei seinen Kindheitshelden bringt Joris seine Band wieder zusammen. Und das in dem Studio, in dem die fünf Freunde bereits den ersten Longplayer aufgenommen haben. Zwar ohne Verfolgungsjagd und Hollywood Drama, dafür aber ohne Netz und doppelten Boden. Heraus kommt energetische und live eingespielte Musik, die einen mitnimmt auf seinen musikalischen Roadtrip durchs Leben!
Da ist der Kernsong der Platte: „das leben ist…“ (…eindeutig zu viel für einen Pressetext)! Bei allem musikalischen Überschwang der Band singt Joris Stimme ein mitreißendes Bekenntnis zur Schönheit der Vergänglichkeit. Apropos Vergänglichkeit: Im Song „so schnell vorbei“ beschleicht einen ein Hauch von Erkenntnis… nämlich, dass man das Leben mit beiden Händen fest packen und umarmen muss, bevor es an einem vorbeifliegt.
Die Erwartungshaltung aus 2025 an ein Pop-Album verfehlen die 5 Jungs mit ihren 13 Songs dabei mit Handkuss. Wie kann man so grandios scheitern? Niemand braucht heute mehr eine analoge, detailverliebte Platte voller Aufbruchsongs, Selbstzweifel und Liebesliedern…. Oder doch?
Eins ist klar – diese Platte will auf die Bühne und die Jungs scheinen sich im Studio ordentlich warm gespielt zu haben!
Quelle: Sony Music

