Deutscher Musikmarkt verzeichnet weiteres Wachstum im ersten Halbjahr 2025: Streaming treibt den Umsatz, physische Tonträger im Rückgang
Die deutsche Musikaufnahmenbranche setzt ihren positiven Wachstumskurs fort und untermauert ihre Resilienz in einem sich dynamisch wandelnden Marktumfeld. Wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) heute, am [Aktuelles Datum – z.B. 30. Juli 2025], in seiner Halbjahresbilanz bekannt gab, erreichte der Gesamtumsatz von Januar bis einschließlich Juni 2025 beeindruckende 1,157 Milliarden Euro [1] . Diese Summe wurde durch die vielfältigen Einnahmequellen wie Audio-Streams, CDs, digitale Downloads und Vinyl-Schallplatten generiert und stellt ein solides Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (H1 2024: 1,141 Mrd. Euro, basierend auf dem finalen Jahresabschluss 2024) dar.
Die detaillierte Analyse der Erlöse offenbart eine Fortsetzung der bereits seit Jahren beobachteten Verschiebung der Marktanteile zugunsten digitaler Vertriebswege. Die Nachfrage nach physischen Tonträgern verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen deutlichen Rückgang von 13,2 Prozent. Innerhalb dieses Segments erlebte die einst dominante Compact Disc (CD) einen markanten Einbruch um 20,1 Prozent, trägt aber mit 6,3 Prozent weiterhin einen spürbaren Anteil zum Gesamtumsatz bei. Der nach wie vor beliebte Vinyl-Markt, der in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Comeback feierte, musste einen leichten Rückgang von 2,6 Prozent hinnehmen, hält aber einen beachtlichen Marktanteil von 5,6 Prozent. Insgesamt macht das gesamte physische Geschäft – umfassend CDs, Vinyl, DVDs und Singles – nur noch 12,5 Prozent des Branchenumsatzes aus.

Im Gegensatz dazu expandiert der Digitalmarkt unaufhaltsam und konnte seine Einnahmen um beeindruckende 3,9 Prozent steigern, womit er nun einen überwältigenden Anteil von 87,5 Prozent am gesamten Branchenumsatz hält. Als maßgeblicher Treiber dieser positiven Entwicklung erweisen sich wie bereits in den Vorjahren die kontinuierlich wachsenden Einnahmen aus dem Audio-Streaming, die ein robustes Plus von 3,8 Prozent verzeichnen. Im digitalen Bereich ist jedoch auch ein gegenläufiger Trend bei den Downloads zu beobachten, deren Umsätze um 9,8 Prozent zurückgingen – ein klares Indiz für die Dominanz des Streamings.
Dr. Florian Drücke, der Vorstandsvorsitzende des BVMI, kommentierte die aktuellen Zahlen mit Blick auf die Zukunft der Branche: „Als Branche bewegen wir uns momentan in einer spannenden Phase, in der es auch in entwickelten Märkten wie Deutschland weiterhin Wachstumspotenzial gibt. In diesem von gewaltigen technologischen Sprüngen geprägten Umfeld ist unsere Branche besonders darauf angewiesen, sich anzupassen und Innovationen voranzutreiben.”
Der den Bundesverband Musikindustrie e.V.:
Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) vertritt die Interessen von rund 170 Tonträgerherstellern und Musikunternehmen, die gut 80 Prozent des deutschen Musikmarkts repräsentieren. Der Verband setzt sich für die Anliegen der Musikindustrie in der deutschen und europäischen Politik ein und dient der Öffentlichkeit als zentraler Ansprechpartner zur Musikbranche. Neben der Ermittlung und Veröffentlichung von Marktstatistiken gehören branchennahe Dienstleistungen zum Portfolio des BVMI. Seit 1975 zeichnet er die erfolgreichsten Künstler:innen in Deutschland mit GOLD und PLATIN aus, seit 2014 auch mit DIAMOND und seit 1977 werden die Offiziellen Deutschen Charts im Auftrag des BVMI erhoben. Zur Orientierung der Verbraucher:innen bei der Nutzung von Musik im Internet wurde 2013 die Initiative PLAYFAIR ins Leben gerufen.
Weitere Informationen: www.musikindustrie.de
[1] Umsatz bewertet zu Endverbraucherpreisen inkl. Mehrwertsteuer. Die Industrieeinnahmen betrugen 639 Millionen Euro.
Quelle: BVMI

