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Alles begann mit einem YouTube-Beat. Amélia sang ihren Song „U8″ darauf, stellte ihn auf TikTok – und plötzlich tausende Klicks. Der einfache Weg wäre gewesen, das Momentum sofort zu nutzen, schnell etwas nachzuschieben und den Moment zu reiten. Amélia hat sich dagegen entschieden.

Sie schrieb. Viel. Probierte aus, verwarf wieder, entwickelte sich weiter, verarbeitete Erlebtes. Die 24-Jährige hat sich in einer Branche, die immer schneller dreht, bewusst Zeit gelassen. Und diese Zeit hat sich ausgezahlt. Am 7. August erscheint ihre Debütsingle „Kiba Korn” – und sie klingt nach jemandem, der genau weiß, was sie zu sagen hat.

„Kiba Korn” ist eine Hymne auf den Girl’s Squad. Auf die Freundin, die alles checkt – ob man weint oder lacht. „Du checkst alles, was ich sag, ob ich wein oder lach” – diese Zeile sagt mehr über Verbundenheit als die meisten Songs, die das Wort Freundschaft im Titel tragen. Amélia hat den Song für ihre beste Freundin geschrieben. Man merkt es. Weil sich solche Ehrlichkeit nicht vortäuschen lässt.

Das ist auch das, was Amélia grundsätzlich auszeichnet: Es findet sich viel Ehrlichkeit in ihrer Musik. Ihre Songs handeln von Freundschaft, Zweifeln, Liebe, Wut – und vieles davon ist erlebt. Genau deshalb tut es weh. Nicht umsonst singt sie in „Ullsteinhaus” die Zeile: „ruiniert, aber hübsch.” Drei Wörter, die ein ganzes Gefühl in sich tragen.

Aufgewachsen in einem Münchner Vorort, zog die Halbfranzösin später nach Berlin – auf einer weißen Vespa, mit ausgeprägtem Gespür für Mode und einer Ausstrahlung, die gleichermaßen nahbar wie faszinierend wirkt. Hinter der Ästhetik steckt aber vor allem eine klare Haltung: Amélia möchte stärken. Selbstbewusstsein vermitteln. Mit ihrer Musik einen Ort schaffen, an dem ihre Hörerinnen und Hörer sich verstanden fühlen. Sie möchte eine feministische Stimme sein, Identifikationsfläche schaffen und zeigen: Du bist nicht allein.

Ihren Sound lässt sich dabei nur schwer in eine Schublade stecken – was kein Mangel ist, sondern das Gegenteil. Große Pop-Melodien treffen auf rap-nahe Verse, Indie-Feeling auf moderne Produktionen. Sie kann laut sein und selbstbewusst, aber genauso verletzlich und leise. Songs wie „Kippe danach” und „Ullsteinhaus” zeigen weitere Facetten dieser Geschichte – Momente, die prägen, herausfordern und einen manchmal aus der Bahn werfen. Mit „Kiba Korn” fängt das erst an. Schon bald folgt mehr.

Termine

  • 7. August 2026 – Debütsingle „Kiba Korn” erscheint
  • Demnächst – weitere Musik angekündigt