US-Exil und die Neudefinition des Signature-Sounds: KITSCHKRIEG sind zurück
Veränderung war für das Berliner Kollektiv KITSCHKRIEG in den letzten Jahren die einzige echte Konstante. Nachdem Fizzle und Fiji Kris in Deutschland alles erreicht hatten – von Nummer-Eins-Hits und Platin-Auszeichnungen bis hin zu einer tiefgreifenden Veränderung der hiesigen Popmusik durch Kollaborationen mit Künstlern von Nena bis Bonez MC –, folgte 2023 der radikale Schritt: der Umzug in die USA. In der Ferne, auf der ganz großen Bühne in Atlanta, arbeiteten sie mit internationalen Größen wie Future und Mariah The Scientist zusammen. Doch statt Secondhand-Trap in die Heimat zurückzuschicken, hat das US-Exil den Blick auf das eigene Schaffen geschärft.
Das Ergebnis dieser Entwicklung ist „KITSCHKRIEG ZWEI“. Der Sound ist konsequent elektronisch und überführt den bekannten KITSCHKRIEG-Vibe in ein völlig neues Format. Während die Trademark-Elemente – die düsteren Moll-Synths und der harte Kontrast aus melancholischen Akkorden und aggressiven Drums – erhalten bleiben, ist der Modus nun unverkennbar „Four-to-the-floor“: KITSCHKRIEG gehen raven. Die Einflüsse reichen dabei von der klanglichen Strenge Kraftwerks über den Sog Berliner Clubnächte bis hin zu den gebrochenen Rhythmen britischer Future-Retro-Rave-Breaks.
Baran Kok und die „Big Dick Energy“ einer neuen Generation
Auf „KITSCHKRIEG ZWEI“ trifft dieser neue Elektro-Entwurf auf eine Generation von Künstlern, die mit dem frühen Sound des Kollektivs sozialisiert wurde. Einer der auffälligsten Akteure in diesem Gefüge ist Baran Kok, der auf dem Album eine bemerkenswerte Präsenz zeigt und eine Energie versprüht, die im modernen Pop-Diskurs als pure „Big Dick Energy“ beschrieben werden kann. Es ist ein Drang nach vorne, ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, das perfekt mit den rauen Beats harmoniert.
Das Album ist dabei weit mehr als eine bloße Ansammlung von Einzelsongs; es funktioniert wie ein nahtloser DJ-Mix, in dem die zwölf Tracks und das Intro organisch ineinanderfließen. Dabei entstehen überraschende Artist-Kombinationen ebenso wie fokussierte Solo-Momente. Das Projekt gipfelt schließlich in einer finalen Kollaboration zwischen Blumengarten und Shirin David, die in größtmöglicher Klarheit eine zentrale Botschaft vermittelt: „Egal, was die Welt sagt: Du bist gut genug.“
Ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk: Das Killasan Soundsystem und der Warhol-Vibe
Zusätzlich zur musikalischen Ebene wird „KITSCHKRIEG ZWEI“ als Visual Album präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem Designer Clemens Löffelholz ist ein durchgehender Performance-Film entstanden, der irgendwo zwischen einer modernen Contentfabrik und einem Warhol-esken Kunstexperiment angesiedelt ist. Das minimalistische Setting rückt dabei ein zentrales Element in den Fokus: das ehrfurchtgebietende Killasan Soundsystem.
Dieses Soundsystem, das Fans bereits aus der Installation zur ersten Album-Veröffentlichung in der Berliner König Galerie bekannt sein dürfte, ist weit mehr als nur ein Lautsprecher-Ensemble. Killasan verkörpert die Seele und die Zeitlinie elektronischer Clubmusik. In diesem Raum kommen Künstler aus unterschiedlichsten „Bubbles“ zusammen, um losgelöst von Egos und Branchenpolitik zu einem übergeordneten Ganzen beizutragen. Es ist die Fortführung der Grundidee von KITSCHKRIEG: Kollaboration als Haltung und die stetige Weiterentwicklung als unumstößliches Prinzip.
Musikalische Genres auf KITSCHKRIEG ZWEI
- Electronic
- Techno / Four-to-the-floor
- Rave
- UK Future-Retro-Rave-Breaks
- Minimalist Pop
- Punchline-Poesie
Wichtige Termine und Meilensteine 2026
- Ab sofort: Veröffentlichung des Audio-Albums „KITSCHKRIEG ZWEI“ auf allen Streaming-Plattformen.
- Ab sofort: Premiere des Visual Albums (Performance-Film) inklusive der Inszenierung am Killasan Soundsystem.
- Laufendes Jahr 2026: Geplante Club-Events und immersive Sound-Installationen, die den elektronischen Sound des Albums in den Live-Kontext überführen.
- Sommer 2026: Ausgewählte Festival-Auftritte des Kollektivs mit Fokus auf den neuen Rave-Sound.

