„Light The Way” läuft seit heute Morgen – und wer den Song einmal gehört hat, versteht sofort, warum Leon Bridges in den letzten Wochen überall aufgetaucht ist. Paris. Cannes. Los Angeles. Montreux. Londoner Jazz Café. Pop-up nach Pop-up, als wäre er einfach nicht in der Lage, dieses Album still zu halten. Das ist kein Zufall. „Happiness Anytime” ist die Art von Platte, die man teilen will, bevor sie überhaupt erschienen ist.
Das Album erscheint am 25. September über Columbia Records und wurde von J. Lloyd-Watson und Lydia Kitto von Jungle produziert – das britische Trio, das seit Jahren beweist, dass Groove und Substanz kein Widerspruch sind. Was die Zusammenarbeit ergibt, klingt nach keinem der beiden allein. Bridges kehrt zur Wärme seines Debüts „Coming Home” zurück, nimmt den abenteuerlichen Geist seiner Arbeit mit Khruangbin mit auf die Reise – und landet irgendwo, wo er noch nie war. Musik, die sich nach Soul und R&B anfühlt, aber Afrobeat-Energie in sich trägt, den weiten Atem von World Music, den Puls von Funk und Dancehall-Gemeinschaftsgefühl, das einen sofort mit anderen Menschen verbindet. Man hört Fela Kuti. Man hört Paul Simons „Rhythm of the Saints”. Man hört Jorge Ben Jor. Und dann hört man vor allem: Leon Bridges.
Weil seine Stimme, sein Charme und sein Gespür für Melodie das alles zusammenhalten und in etwas Eigenes verwandeln, das keiner dieser Referenzpunkte allein erklären kann.
Bridges selbst spricht über das Album mit einer Offenheit, die man bei Künstlern seiner Statur selten erlebt: „Für mich ist Glück kein Gefühl, dem man hinterherjagt. Ich möchte, dass dieses Album etwas ist, das bei den Menschen bleibt – etwas, das sie in ihren Knochen spüren. Es gibt dieses Gefühl, dass wir die Probleme der Welt lösen müssen; man fühlt sich unzulänglich oder es kann einen lähmen. Meine Aufgabe ist es, Licht zu sein. Ich hoffe, dass das mit diesem Album rüberkommt.” Das ist keine PR-Formulierung. Das klingt nach jemandem, der wirklich etwas sagen will.
Und dann ist da noch die Geschichte mit dem Tanzen. Zu Beginn seiner Karriere stand Bridges ganz vorne auf der Bühne, er bewegte sich, er war im Moment. Irgendwann wurde das weniger – mit dem Erfolg, mit den Erwartungen, mit allem, was eine Karriere mit einem macht. Mit „Happiness Anytime” wollte er das zurück. Musik machen, zu der man tanzen kann, die den Stress des modernen Lebens vertreibt und wieder mit den Rhythmen der Gegenwart verbindet. Das ist keine kleine Sache. Das ist eine Rückeroberung.
Die neue Bühnenshow, die er unter dem Titel „Leon Bridges Presents Happiness Anytime” präsentiert, macht genau das sichtbar: Ein Vinyl-DJ, eine Bläsersektion, drei Background-Sängerinnen – und Bridges selbst wieder ganz vorne, wieder in Bewegung. Inspiriert vom Gemeinschaftsgefühl der klassischen jamaikanischen Dancehall-Kultur. Bewegung, Verbindung, Gegenwart.
Heute erscheint die erste von drei 4-Song-EPs, die zusammen das vollständige 12-Song-Album ergeben. Vier Titel: „Light The Way”, „Tears of Joy”, „Illusion” und „Your Love Is Electric”. Vier Songs, die zeigen, wohin die Reise geht. Den Rest gibt es am 25. September. Es lohnt sich, darauf zu warten.
Termine
- Ab sofort – EP 1 mit „Light The Way”, „Tears of Joy”, „Illusion” und „Your Love Is Electric” verfügbar
- 25. September 2026 – Album „Happiness Anytime” über Columbia Records

