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Dieser Eintrag wurde am 31. März 2025 veröffentlicht und ist möglicherweise veraltet.

Die musikalische Reise von Sven Regener, dem Kopf hinter der bekannten Band Element of Crime, begann keineswegs im Rock oder Pop. Als er in den frühen 1980er Jahren nach Berlin kam, hegte er zunächst eine tiefe Leidenschaft für den Jazz und strebte danach, in diesem Genre Fuß zu fassen. Diese anfängliche Begeisterung mündete in ein für die damalige Zeit charakteristisches, experimentelles Unterfangen: Regener war als Trompeter aktives Mitglied der No-Jazz-Formation Zatopek. Erst später verlagerte sich sein Fokus hin zum Gesang und Songwriting bei Element of Crime, wodurch die Trompete etwas in den Hintergrund trat.

Diese frühen Jazz-Wurzeln bilden jedoch ein starkes Band zwischen ihm und seinen langjährigen musikalischen Weggefährten Richard Pappik am Schlagzeug und Ekki Busch am Klavier. Die drei Musiker verbindet ein tiefes, über Jahrzehnte bei Element of Crime gewachsenes Vertrauensverhältnis, das es ihnen ermöglicht, musikalisch blind zu agieren und intuitiv aufeinander einzugehen.

REGENER PAPPIK BUSCH: Eine neue Stimme im Jazz:

Im Jahr 2021 präsentierten sich Regener, Pappik und Busch mit ihrem gemeinsamen Jazz-Trio REGENER PAPPIK BUSCH der Öffentlichkeit. Ihr Debütalbum »Ask Me Now« feierte einen bemerkenswerten Erfolg und erreichte auf Anhieb die Spitze der deutschen Jazz-Charts. Dies unterstrich eindrücklich ihre Kompetenz und Relevanz im Jazz-Kontext. In der Folge etablierte sich das Trio weiter in der Jazzszene, trat bei renommierten Veranstaltungen wie den Leverkusener Jazztagen auf und veröffentlichte 2022 ihr zweites Album »Things to Come«. Darüber hinaus suchten sie den künstlerischen Austausch mit anderen Größen und gestalteten gemeinsam mit Blixa Bargeld einen besonderen Abend, der Werke der Beatliteratur mit Klassikern des Bebop verschmelzen ließ. Zahlreiche Konzerte festigten ihren Ruf als ein spannendes und innovatives Jazz-Ensemble.

»Field of Lights«: Reduzierte Intensität und zeitlose Interpretationen:

Ihr drittes Album, »Field of Lights«, zeichnet sich durch eine maximale Unmittelbarkeit und Direktheit aus. Die reduzierte Besetzung als reines Trio mit Klavier, Trompete und Schlagzeug erzeugt einen bewusst kargen und spröden Sound, der jedoch gleichzeitig weite musikalische Räume öffnet und der Musik die nötige Freiheit zum Atmen gibt.

Auf »Field of Lights« interpretieren REGENER PAPPIK BUSCH auf ihre ganz eigene Weise ausgewählte Klassiker. So finden sich darunter berührende Versionen von »All Alone« und »Billie’s Blues« der legendären Billie Holiday und Mal Waldron, das komplexe »Nostalgia In Times Square« von Charles Mingus sowie eine äußerst raffinierte und pointierte Auseinandersetzung mit Thelonious Monks »Bye-Ya«.

Die Stärke des Trios liegt dabei in ihrer Fähigkeit, diesen bekannten Stücken eine völlig neue Perspektive abzugewinnen. Obwohl die Originale erkennbar bleiben, gelingt es REGENER PAPPIK BUSCH, durch ihre individuellen Interpretationen überraschende Facetten und Nuancen hervorzuheben.

Die Musik auf »Field of Lights« scheint entrückt, als würde sie aus einer anderen Epoche oder einer fernen Welt stammen. Doch gerade diese Qualität verleiht ihr eine zeitlose Dimension. Dieses Gefühl wird maßgeblich durch die offene und unkonventionelle Herangehensweise von REGENER PAPPIK BUSCH erzeugt. Sie nähern sich dem traditionsreichen Material mit fundiertem Wissen, spürbarer Leidenschaft und dem gebührenden Respekt, ohne dabei in blinde Ehrfurcht zu erstarren. Ihre Interpretationen sind vielmehr ein lebendiger Dialog mit der Vergangenheit, der die Stücke in ein neues, aufregendes Licht rückt.

REGENER PAPPIK BUSCH live:
15.4.2025 Köln, Kulturkirche
16.4.2025 Frankfurt/Main, Clara Schumann Saal
17.4.2025 Stuttgart, Theaterhaus, Jazz Festival

12.9.2025 Dresden, Filmtheater Schauburg
13.9.2025 Glauchau, Stadttheater
14.9.2025 Dortmund, Domizil
16.9.2025 Osnabrück, Lagerhalle
17.9.2025 Hamburg, Fabrik
18.9.2025 Bremen, Die Glocke (Kleiner Saal)
19.9.2025 Bielefeld, Foyer Oetker Halle

 

Quelle: Universal Music