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Zara Larsson schickt ihren Song „Blue Moon“ mit einem neuen Musikvideo auf einen verlassenen Parkplatz, der sich nachts in eine bunte, surreale Fantasiewelt verwandelt.

Stell dir einen verlassenen Parkplatz vor, kurz vor Einbruch der Dämmerung, kein Mensch weit und breit – und mittendrin Zara Larsson. Genau hier beginnt das Musikvideo zu „Blue Moon“, das seit dem 16. Oktober online ist. Je dunkler es wird, desto lebendiger wird die Szenerie: Aus dem grauen Asphalt wird eine farbenfrohe, surreale Welt mit leuchtenden Farben, fantastischen Kreaturen und jeder Menge Choreografie. Zara steht im Zentrum dieser Verwandlung und spielt ihren Performance-Stil voll aus, während die Grenze zwischen Realität und Fantasie komplett verschwimmt.

Die Regie führte Charlotte Rutherford, die schon die Videos zu „Pretty Ugly“ und „Midnight Sun“ gedreht hat. Produziert wurde der Clip von Someday Studio. Passend dazu fängt das Video die verträumte, eskapistische Stimmung des Songs ein: einen Pop-Song, der sich nach Flucht aus dem Alltag anfühlt und genau diese Flucht auf dem Parkplatz bildlich macht. „Blue Moon“ ist die vierte Single aus dem Album Midnight Sun, nach „Pretty Ugly“, „Crush“ und dem Titelsong. Zara nennt den Track die „Schwester“ von „Midnight Sun“, der seinerseits in der Kategorie Best Dance Pop Recording für einen Grammy nominiert war. Die enge Verwandtschaft ist also gewollt, und genau deshalb wollte sie dem Song unbedingt ein eigenes Video schenken.

Ganz überraschend kommt der Clip nicht, denn Zara hat ihre Fans Stück für Stück darauf vorbereitet. Einen ersten Blick gab es am 30. September beim zweiten von zwei ausverkauften Konzerten im Greek Theatre in Los Angeles. Zusätzlich sprach sie im Podcast Las Culturistas mit Matt Rogers und Bowen Yang über „Blue Moon“ und die Verbindung zu „Midnight Sun“. Das Video nannte sie dabei ihr bisher bestes „by far“, und zum Release hat sie den Song in einem Instagram-Post als einen ihrer Lieblingssongs bezeichnet.

Ein Jahr, das alles verändert hat

Fast ein Jahr nach dem Erscheinen von Midnight Sun am 26. September 2025 wirkt der Clip wie ein verspäteter, aber umso stimmungsvollerer Schlusspunkt unter ein Album, das für Zara Larsson vieles verändert hat. Mit Dance-Pop-Gespür, schwedischem Pop-Händchen und einem eingespielten Team um MNEK, Margo XS, Helena Gao und Zhone entstand ein Werk, das verliebt, nachdenklich, frech und manchmal unsicher klingt – oft alles in einem Atemzug. Margo XS prägte laut Zara Sound, Songstrukturen und Instrumentierung entscheidend mit und wurde ebenfalls für den Grammy nominiert.

Den Aufschwung kennst du vielleicht: Er begann 2024, als „Symphony“ (2017, mit Clean Bandit) durch einen viralen TikTok-Delfin-Meme plötzlich wieder überall lief. Danach ging es steil weiter. Mit „Stateside“, der Zusammenarbeit mit PinkPantheress, gelang Zara im März 2026 der Einstieg auf Platz 7 der Billboard Hot 100, später kletterte der Song bis auf Platz 6 und stand eine Woche lang an der Spitze der Billboard Global 200. Bekannt wurde er zudem durch einen viralen Eiskunstlauf-Auftritt von Alysa Liu. Bei den American Music Awards räumte sie zwei Preise ab, in den Kategorien „Breakthrough Album of the Year“ und „Collaboration of the Year“, und für „Stateside“ gab es fünf Nominierungen bei den MTV Video Music Awards. Im Juni 2026 erreichten „Stateside“ und „Midnight Sun“ in aufeinanderfolgenden Wochen Platz 1 der Billboard Pop Airplay – laut Billboard ist sie damit die erste Künstlerin seit dem Chartstart 1992, der das mit zwei ersten Nr.-1-Songs in Folge gelang.

Dabei blieb es nicht beim Original-Album. Mit Midnight Sun: Girls Trip öffnete Zara ihr Album für eine rein weibliche Besetzung aus aller Welt, mit Shakira, Robyn, Tyla, PinkPantheress, JT und weiteren Künstlerinnen. Kehlani steuerte einen Remix von „Blue Moon“ bei, ein weiterer Beleg dafür, wie viel Spielraum in diesem Song steckt. Nach der Veröffentlichung der „Girls Trip“-Edition erreichte das Album im Mai 2026 mit Platz 36 der Billboard 200 seinen Höchstwert, nachdem es im Oktober 2025 auf Platz 119 eingestiegen war.

Und jetzt also das Video: zehn Jahre nach ihrer ersten internationalen Single „Lush Life“ von 2015 ein Clip, der zeigt, wie viel Fantasie in einem leeren Parkplatz steckt, wenn Zara Larsson die Bühne betritt.