Musik NewsÄhnliche-Beiträge

Lesedauer: 2 Minuten

„Ich bin wieder zurück, ruiniert aber hübsch.“ Mit diesem Satz steht Amélia mitten in ihrer neuen Single „Ullsteinhaus“, und besser lässt sich kaum zusammenfassen, was hinter ihr liegt. Der Song, am 30. Oktober erschienen, ist ihr persönlicher Befreiungsschlag nach einer langen Phase, in der es ihr nicht gut ging. Jede Träne, jede Emotion dieser Monate hat ihren Platz in den Zeilen gefunden, und genau das hörst du dem Stück an.

Dabei klingt „Ullsteinhaus“ nicht nach schwerem Rückzug, sondern nach jemandem, der den Kopf wieder hebt. Amélia erzählt so direkt und nahbar, dass man sich ihren Gedanken kaum entziehen kann. Zwischendurch blitzt sogar Humor auf, etwa in der Zeile „Halten sie Ausschau nach fliegenden Gegenständen Nähe Ullsteinhaus“. Der Titel verweist übrigens auf ein echtes Berliner Wahrzeichen: das Ullsteinhaus in Tempelhof, das zwischen 1925 und 1927 als Verlagsgebäude für den Ullstein Verlag entstand.

Musikalisch lässt sich die 24-Jährige kaum in eine Schublade stecken. Große Pop-Melodien treffen auf rap-nahe Verse, Indie-Feeling auf moderne Produktionen: Deutschsprachiger Pop mit Rap-Einschlag und einem Hauch Indie Pop, mal laut und selbstbewusst, dann wieder verletzlich und leise. Und trotzdem ist immer sofort klar, wer da singt.

Vom YouTube-Beat zur Debüt-EP

Angefangen hat alles ziemlich unspektakulär: mit einem YouTube-Beat, auf den Amélia ihren Song „U8“ sang. Sie stellte ihn auf TikTok, und plötzlich schossen die Klicks in die Tausende. Während sich im Musikgeschäft alles immer schneller dreht, ging sie bewusst einen anderen Weg. Sie schrieb viel, probierte aus, verwarf wieder und entwickelte weiter. Vor allem aber verarbeitete sie Erlebtes und legte damit das Fundament für ihre Musik.

Offiziell als Sängerin startete sie am 21. August 2026 mit der Debüt-Single „Kiba Korn“, einer Hymne auf Freundschaft und Girl’s Squad, geschrieben für ihre beste Freundin. Am 25. September folgte „Kippe danach“. Thematisch kreisen ihre Songs um Freundschaft, Liebe, Zweifel und Wut, oft aus eigenem Erleben. Dazu passt, dass sie sich auch als feministische Stimme einer jungen Generation versteht. Amélia steht bei Jive, einem Label von Sony Music Germany, unter Vertrag.

„Ullsteinhaus“ ist nun das Vorspiel zu ihrem nächsten großen Schritt: Ihre Debüt-EP „Erde an Amélia“ ist ab dem 11. Dezember erhältlich. Wer wissen will, wie sich diese Mischung aus Mut, Verletzlichkeit und Selbstironie auf EP-Länge anfühlt, sollte sich die Single schon jetzt in die Playlist legen.