Der vielseitig talentierte Hamburger Künstler FRISO – bekannt unter anderem durch seine Projekte Tooloudfortheroom und die Zusammenarbeit mit Paula Hartmann – hat am vergangenen Freitag seine zweite EP mit dem Titel „Luft zum Atmen“ veröffentlicht. Auf einer Spielzeit von rund 25 Minuten entfaltet er eine tiefgründige Geschichte, die weit über die reine Hördauer hinausreicht. Die sieben neuen Songs erforschen das komplexe Spannungsfeld zwischen Aufbruch und Innehalten, zwischen ehrgeizigen Plänen und unvermeidbaren Rückschlägen. Sie fangen jenen flüchtigen Moment ein, in dem man kurz stockt, um dann mit neuer Entschlossenheit weiterzumachen.
„Luft zum Atmen“ bildet das thematische Gegenstück zu FRISOs gefeierter Debüt-EP „10 qm“ aus dem vergangenen Jahr. Wo das kleine WG-Zimmer in Hamburg damals noch den intimen Schutzraum darstellte, wagt sich der Künstler nun mit seiner Musik hinaus in die weite Welt. Trotz dieser Erweiterung des Horizonts bleibt FRISOs Musik stets nahbar und persönlich. „Es geht noch um die gleichen Themen“, erklärt FRISO, „aber ehrlicher, klarer – mit ein bisschen mehr Mut, Dinge auszusprechen.“
Der Entstehungsprozess dieser EP war alles andere als leicht. Anfang des Jahres kämpfte FRISO wochenlang mit Selbstzweifeln und kreativen Blockaden. „Ich hab’ so sehr an meinen Fähigkeiten gezweifelt, dass ich das Vertrauen darin verloren hab’, dass ich das kann“, erinnert er sich an diese herausfordernde Zeit. Ein kaputter Laptop und der Verlust eines gesamten Projekts schienen die Krise zu verschärfen. Doch gerade dieser “Absturz” erwies sich als entscheidender Wendepunkt. „Das hat mir gutgetan. Einmal alles verlieren und dann merken: Dass die Ansätze alle die richtigen sind – der Blickwinkel war danach jedoch ein anderer, ein positiverer.“ Diese Erfahrung der Überwindung und Neuausrichtung prägt die emotionale Tiefe der EP.
Das gesamte Projekt wird, wie schon zuvor, visuell eindrucksvoll von FRISOs Bruder Finn Dubbeld begleitet. Als Head of Visual ist er maßgeblich in die Gestaltung eingebunden und prägt den unverwechselbaren Look der EP entscheidend mit. Dies zeigt sich auch im offiziellen Musikvideo zur neuen Single „Weit weg“.
„Weit weg“ ist der zentrale und wohl persönlichste Moment der EP. Der Song ist ein leiser, aber eindringlicher Liebessong, der sich mit den komplexen Facetten von Nähe und Distanz auseinandersetzt und das schmerzliche Gefühl thematisiert, sich trotz aller Bemühungen langsam zu verlieren. „Weit weg“ folgt auf die bereits vorab veröffentlichten Single-Vorboten „Swimming Circles“, „Petrichor“ und „geek“, die bereits erste Einblicke in die klangliche und lyrische Entwicklung von FRISO gaben.
Mit „Luft zum Atmen“ beweist FRISO einmal mehr sein Talent, persönliche Erfahrungen in universell nachvollziehbare Musik zu verwandeln, die zum Nachdenken anregt und emotional berührt.
Quelle: WarnerMusic

