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Der 24-jährige Sänger und Songwriter JAS lässt uns tief in seine Gefühlswelt blicken. Mit seiner für September angekündigten EP Erinnerst du dich? liefert er einen Soundtrack, der die ständige Suche und Rastlosigkeit einer ganzen Generation einfängt. Er beschreibt dieses Gefühl als einen unaufhörlichen Kreislauf: „Bisher bin ich nirgendwo so richtig angekommen, sondern frage mich immer, wie es weitergeht. Nächste Beziehung, nächster Ort, nächste Zweifel. Es hört nie auf.“

Dieses Gefühl ständiger Veränderung, während nichts bleibt, wie es ist, durchzieht die gesamte EP. Die Songs sind ein persönliches Selbstgespräch, das gleichzeitig eine Brücke zur Außenwelt schlägt. Es geht um die kindliche Sehnsucht nach Leichtigkeit, die Komplexität von Beziehungen und sogenannten “Situationships” und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens und der Identitätsfindung. JAS schafft es, dieses Gefühl zwischen tiefer Schwermut und der Suche nach Unbeschwertheit in seiner Musik hörbar zu machen.

Stilistisch experimentiert JAS auf der EP noch mehr als zuvor. Er bewegt sich gekonnt zwischen Indie-Pop und Folk, kombiniert Upbeat-Songs mit berührenden Balladen und mischt bittersüße Melancholie mit einem Hauch von Zuversicht. Dabei bleibt er jedoch immer unverkennbar er selbst. Für ihn zählt vor allem die Authentizität: „Entweder man bekommt einen Heulkrampf und fährt rechts ran, oder man gibt richtig Vollgas. Kein Dazwischen, kein Mittelmaß.“ Das ist der musikalische Leitsatz für sein persönliches Roadmovie.

Durch seine Musik hat JAS nicht nur einen Weg gefunden, seine Emotionen zu verarbeiten, sondern auch sich selbst besser kennenzulernen. Er gibt zu, dass es oft schmerzhaft ist, aber der Prozess der Selbstreflexion und des emotionalen Wachstums es wert ist. „Durch die Musik empfinde ich alle Gefühle viel intensiver. Ich bin offener geworden. Selbstreflektierter. Und ich habe mich besser kennengelernt. Und darum geht es doch nur. Auch wenn’s manchmal echt mies wehtut.“