Nina Chuba hat mit ihrem zweiten Studioalbum „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ einen weiteren beeindruckenden Meilenstein in ihrer Karriere gesetzt: Das Album stieg direkt von null auf Platz 1 der Offiziellen Deutschen Album-Charts ein. Nach dem Erfolg ihres Debüts „Glas“ (2023) bestätigt dieser Spitzenplatz, dass die Künstlerin nicht nur einen Hit landen kann, sondern sich fest in der obersten Liga der deutschen Musik etabliert hat.
Das neue Werk ist ein mutiger Genre-Mix aus Pop, Rock, Hip-Hop und Bossa Nova, der ihre musikalische Freiheit und ihren Anspruch als Geschichtenerzählerin unterstreicht. Das Album zeigt Nina Chuba in all ihren Facetten: als selbstbewusstes „Rage Girl“ und gleichzeitig als nachdenklichen „Overthinker“, die sich für keine ihrer Emotionen schämt.

Ein intimes Generationenporträt
In „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ gelingt es Nina Chuba, die Zerrissenheit der Zwanzigerjahre in ehrliche, lyrische Punchlines zu fassen. Während sie in Songs wie „Wenn das Liebe ist“ selbstbewusst für sich einsteht und Schmerz hinter sich lässt, feiert sie in anderen Momenten die unbändige Energie des Augenblicks.
Der Erfolg des Albums wurde bereits durch die Vorab-Single „Unsicher“ angedeutet. Der Song entwickelte sich schnell zu einer generationsübergreifenden Hymne für das Gefühl des Stolperns und Lernens im Leben. Auch die jüngste Single „Malediven“ – begleitet von einem Musikvideo (weiter untern zu sehen) – demonstriert ihre Fähigkeit, humorvolle Selbstbestimmung und den Wunsch nach Freiheit in tanzbarem Pop zu vereinen.
Von Schmerz zu Selbstsicherheit
Während ihre EP “Farbenblind” von 2024 noch von Verlust und Verletzlichkeit handelte, schlägt das Pendel nun in die Gegenrichtung. Das neue Album klingt laut, kraftvoll und nach extrem viel Spaß, da so mancher Schmerz in den Texten bereits verarbeitet wurde. Gleich der erste Song “Nina” ist ein Intro und ein Statement: “Backe ziemlich große Brötchen, hab’ mich bisher nie verbrannt / In meinem Kopf ist alles möglich / Nina weiß, dass Nina kann.”

Die neu gewonnene Etablierung gibt ihr musikalische Freiheiten. Statt sich den Erwartungen anzupassen, mixt sie Sounds und integriert sogar rockige Gitarren, die ihr früher nicht gepasst hätten. Sie setzt auf eine Dichte, in der jede Zeile einen Grund hat, da zu sein. Die Songs erzählen von der Zeit als Twen, in der alles gefühlt wird, vom Wunsch zu verstehen, wer man ist, und der Erkenntnis, dass es vielleicht nie ein “Ankommen” gibt. Sie pflastert mit ihren Liedern einen Weg, auf dem auch furchtlose Fragezeichen stehen dürfen, weil sie keine Angst davor hat, klein zu sein.
So wurde der Song “Unsicher” bereits im Frühjahr zu einer generationsübergreifenden Hymne. Nina Chuba besingt dort das Gefühl des Stolperns im Leben: “Ich stolper durch die große, weite Welt, ich bin so unsicher / Ich bin noch nicht so gut dadrin / Ich leb gerade zum ersten Mal”. Sie verbindet sich mit den Gefühlen ihrer Eltern und gräbt sich mit feinen Antennen durchs Leben, was auch bedeutet, Entscheidungen für sich selbst zu treffen.
Das Spiel mit den Grenzen
Die Songs auf dem Album erzählen immer wieder von der Gleichzeitigkeit der Gefühle und vom Spiel mit den Grenzen:
- “Rage Girl” ist ein Aufruf, sich als Frau aus patriarchalen Schlingen zu befreien und wütend zu sein.
- “Jung, dumm und frei” feiert jugendlichen Leichtsinn.
- “Malediven” steht für die Freiheit, sich zu nehmen, was man will.
- “Rückspiegel” handelt davon, Altes hinter sich zu lassen.
- “Mama Shoot” ist ein Appell an Mütter, sich nicht von Alter und Alltag begrenzen zu lassen.
Das Album endet mit “So lange her”, einem melancholischen Rückblick auf die Zeit, bevor Nina zu Nina Chuba wurde. In der letzten Zeile “Ich glaub, ich muss nach Hause, ich war viel zu lange weg” zeigt sie ihre Rastlosigkeit und die Sehnsucht nach ihren Wurzeln.
Nina Chuba, die ständig in Bewegung ist und die großen Bühnen mit ihrer ansteckenden Energie füllt, teilt mit jedem Song eine Momentaufnahme ihres Lebens. Mit Tiefgang und Neugier bohrt sie sich durch die Welt und führt ihre Fans mit lyrischen “Punchlines” durch ihre Gedanken.

