Nina Chuba ist zurück mit ihrem zweiten Studioalbum “Ich lieb mich, ich lieb mich nicht”, das ab sofort erhältlich ist. Begleitet von einem Video zum Song “Malediven” tritt die Musikerin den Beweis an, dass sie sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Das Album, erschienen bei Jive Germany, ist ein mutiger Genre-Mix aus Pop, Rock, Bossa Nova und Hip-Hop, der ihre musikalische Vielfalt und ihren unbedingten Willen, sich künstlerisch auszuleben, unterstreicht.
Das titelgebende Motto zieht sich wie ein roter Faden durch die 19 Songs: Nina Chuba zeigt die volle Bandbreite zwischen “Rage Girl” und “Overthinker”, ohne sich dafür zu entschuldigen. Sie zupft nicht an den Blättern, sie reißt am Stil. Jedes Gefühl wird mit einem Ausrufezeichen versehen. Ihr Hunger auf das Leben ist unstillbar, und sie singt breitbeinig über Beziehungen, Freundschaften und Männer. Dabei bleibt sie sich treu und nimmt sich, was sie braucht, weil sie weiß, dass sie “aus Gold” ist.

Von Schmerz zu Selbstsicherheit
Während ihre EP “Farbenblind” von 2024 noch von Verlust und Verletzlichkeit handelte, schlägt das Pendel nun in die Gegenrichtung. Das neue Album klingt laut, kraftvoll und nach extrem viel Spaß, da so mancher Schmerz in den Texten bereits verarbeitet wurde. Gleich der erste Song “Nina” ist ein Intro und ein Statement: “Backe ziemlich große Brötchen, hab’ mich bisher nie verbrannt / In meinem Kopf ist alles möglich / Nina weiß, dass Nina kann.”

Die neu gewonnene Etablierung gibt ihr musikalische Freiheiten. Statt sich den Erwartungen anzupassen, mixt sie Sounds und integriert sogar rockige Gitarren, die ihr früher nicht gepasst hätten. Sie setzt auf eine Dichte, in der jede Zeile einen Grund hat, da zu sein. Die Songs erzählen von der Zeit als Twen, in der alles gefühlt wird, vom Wunsch zu verstehen, wer man ist, und der Erkenntnis, dass es vielleicht nie ein “Ankommen” gibt. Sie pflastert mit ihren Liedern einen Weg, auf dem auch furchtlose Fragezeichen stehen dürfen, weil sie keine Angst davor hat, klein zu sein.
So wurde der Song “Unsicher” bereits im Frühjahr zu einer generationsübergreifenden Hymne. Nina Chuba besingt dort das Gefühl des Stolperns im Leben: “Ich stolper durch die große, weite Welt, ich bin so unsicher / Ich bin noch nicht so gut dadrin / Ich leb gerade zum ersten Mal”. Sie verbindet sich mit den Gefühlen ihrer Eltern und gräbt sich mit feinen Antennen durchs Leben, was auch bedeutet, Entscheidungen für sich selbst zu treffen.
Das Spiel mit den Grenzen
Die Songs auf dem Album erzählen immer wieder von der Gleichzeitigkeit der Gefühle und vom Spiel mit den Grenzen:
- “Rage Girl” ist ein Aufruf, sich als Frau aus patriarchalen Schlingen zu befreien und wütend zu sein.
- “Jung, dumm und frei” feiert jugendlichen Leichtsinn.
- “Malediven” steht für die Freiheit, sich zu nehmen, was man will.
- “Rückspiegel” handelt davon, Altes hinter sich zu lassen.
- “Mama Shoot” ist ein Appell an Mütter, sich nicht von Alter und Alltag begrenzen zu lassen.
Das Album endet mit “So lange her”, einem melancholischen Rückblick auf die Zeit, bevor Nina zu Nina Chuba wurde. In der letzten Zeile “Ich glaub, ich muss nach Hause, ich war viel zu lange weg” zeigt sie ihre Rastlosigkeit und die Sehnsucht nach ihren Wurzeln.
Nina Chuba, die ständig in Bewegung ist und die großen Bühnen mit ihrer ansteckenden Energie füllt, teilt mit jedem Song eine Momentaufnahme ihres Lebens. Mit Tiefgang und Neugier bohrt sie sich durch die Welt und führt ihre Fans mit lyrischen “Punchlines” durch ihre Gedanken.

