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Heute, am 27. Februar 2026, schlägt der Erfurter Ausnahmekünstler Clueso ein neues, tiefgreifendes Kapitel seiner beeindruckenden Karriere auf. Mit dem Release von „Deja Vu 1/2“ erscheint der erste Teil eines auf zwei Alben angelegten Werkzyklus. Es ist das zehnte Studioalbum eines Musikers, der über drei Millionen Tonträger verkauft hat, doch selten klang er so nahbar und essenziell.

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Der Ursprung dieses Doppelprojekts liegt anderthalb Jahre zurück: Am 13. Juli 2024 stand Clueso vor 22.000 Menschen in der Berliner Waldbühne. In jenem magischen Moment, umgeben von Fans, die ihn teilweise seit seinen Anfängen in Erfurt begleiten, fiel der letzte kreative Ballast von ihm ab. Nachdem ihm jahrelang gesagt wurde, seine Musik passe „hier oder da nicht rein“, entschied er sich in Berlin zum ultimativen Loslassen. Das Ergebnis ist ein Album, das nicht nach Trends schielt, sondern seine Berechtigung allein aus der Kraft der Musik zieht – ein Werk wie „Star Wars“ ohne CGI, roh und aufrichtig.

Handgemachte Wahrhaftigkeit in einer Welt voller Algorithmen

Während die Musikindustrie aktuell von KI-Diskussionen und digitaler Perfektion dominiert wird, wählten Clueso und sein Team bewusst den entgegengesetzten Weg. „Deja Vu“ ist eine Hommage an das Analoge. Der Entstehungsprozess spiegelt diesen Geist wider: Im Herbst 2024 errichtete Clueso gemeinsam mit Produzent Daniel Flamm ein Studio in einem Souterrain in Hamburg. In intimer Lagerfeuer-Atmosphäre entstanden dort die meisten Skizzen, bevor der Feinschliff in Berlin bei Stammproduzent Ralf Christian Mayer erfolgte, der bereits 2006 am Klassiker „Weit weg“ mitwirkte.

Musikalisch sprengt das Album die Grenzen deutscher Popmusik und atmet die Weite amerikanischer Highways. Gitarren stehen im Zentrum der DNA von „Deja Vu“. Inspiriert von Größen wie Bruce Springsteen, The War On Drugs oder Sam Fender, loten die Songs weite Horizonte aus. Dabei prägen neben dem langjährigen Weggefährten Christoph Bernewitz auch junge Talente wie Bertram Burkert den Sound, der mal an die verschlungenen Melodien der Strokes, mal an die Überlebensgröße von Oasis erinnert.

Clueso - Minimum (Official Video)

Von Arena-Hymnen und intimen Familienporträts

Die 14 Titel des ersten Teils decken eine enorme emotionale Bandbreite ab:

  • „Gib mir was Echtes“: Der Opener fungiert als sturmgegerbter Weckruf gegen die Plastikwelt aus Fake News und KI-Videos, ohne diese explizit beim Namen zu nennen.
  • „Jedes Jahr“: Eine nostalgische und zugleich euphorische Kollaboration mit Chapo102.
  • „Minimum“: Ein wuchtiger Arena-Indierock-Song, den Clueso als Empowerment-Hymne für seine Mutter schrieb.
  • „Ballon“: Eine wehmütige Ballade für seinen Vater, die dessen Humor und Lebensart ehrt.
  • „Freier Fall“: Ein energetischer Track, inspiriert von Harry Styles und einem Trennungsgespräch mit einem Freund.
  • „Kissenmeer“ & „Verrückter Sommer“: Intime Dokumente menschlicher Nähe, letzterer mit einer Sprachnachricht der Sängerin Dottie Andersson.
  • „Spinner finden sich“: Das melancholische Finale des Albums, das die Suche nach echten Menschen in einer selbstoptimierten Welt besiegelt.
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Clueso – Termine und Meilensteine 2026

  • 27.02.2026: Weltweite Veröffentlichung des Albums „Deja Vu 1/2“ (Teil 1 des Doppelprojekts).
  • Frühjahr 2026: Start der großen „Deja Vu“ Arena-Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
  • Sommer 2026: Fortsetzung der Tournee mit zahlreichen Open-Air-Shows und Festival-Auftritten.
  • Laufendes Jahr 2026: Erwartete Veröffentlichung des zweiten Teils des Doppelalbums.